5. Treffen

5. Treffen   23.02. – 25.02.2018 in Neustadt (Holstein)

Zwei Jahre sind vergangen und wir haben uns wieder in Neustadt (Holstein) in der “ancora Marina” bei Silvio getroffen. Der Standort ist außerhalb der Urlaubssaison prädestiniert für solche Treffen, weil für die meisten Teilnehmer/-innen im relativen Nahbereich, also Küste. Die Rückwärtige Sicherstellung, Gastronomie und Unterbringung stimmt. Dabei war die gleiche Truppe von 2015. Dazu kamen, Uwe mit Frau, die schon einmal 2003 mit in der Marina waren und zum ersten Mal auch Thomas nebst Ehefrau, sowie Volkmar.

Auch wenn beide Hafenrestaurants ausgerechnet an diesem Wochenende gemeinsam Betriebsferien machten, brach für uns keine Welt zusammen. Der Tipp im Steakhouse „501“  (weil direkt an der B501 gelegen) im benachbarten Ort Bliesdorf/Grömitz zum gemeinsamen Backen und Banken einzukehren, war ein guter Vorschlag. Allen hat es geschmeckt.

Anschließend haben wir es uns auf der „Paul“ gemütlich gemacht. Den abschließenden Absacker haben wir im Apartmenthaus 1 W6 zu uns genommen. Es wurde wieder einmal etwas spät, aber es war gemütlich. Viele Gedanken wurden ausgetauscht. Wo kommen denn schon mal Gleichgesinnte zusammen, die letztendlich feststellen, dass sie auch nach 28 Jahren aus dem gleichen Holz sind, wie einst. Gesprächsthemen waren auch die doch bedenklichen Entwicklungen der gegenwärtigen Sicherheitslage in unserer Welt.


Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Bäckerei Seßelberg hieß es „Paul“ seeklar zum Ablegen und Angeln in der Lübecker Bucht zu machen und Proviant bunkern.
Und los ging’s. Das Wetter war vom Sonnenschein nicht schlechter als beim letzten Male, nur der Wind war im Vergleich zu damals etwas straffer. Käpt´n Silvio versuchte diese oder jene Bucht anzusteuern, vergebens. Die Wellen schlugen über Deck und es beutelte doch empfindlich, wie kann man da frei stehend eine Angel auswerfen, ohne nicht klitschnass gespritzt zu werden oder sogar über Bord zu gehen. So legte der Kapitän Kurs auf 40° gegen die Wellen an und wir tuckerten eine Stunde gegen Wind und Wellen. „Paul“ ächzte. Mancher Wellenschlag gegen den Bug ließ den ganzen Schiffskörper erzittern. Dann hart backbord. Noch einmal schlugen die Wellen über die Steuerbordseite heftig in die Mannschaftsmesse.

Wir gingen auf Gegenkurs. Die See lief nun achtern ein und wir konnten unser Mittag, Chili con Carne, frische Baguettes und schmackhaften Fischsalat einnehmen. Seeluft macht hungrig. Mancher hatte erst im Stadthafen den richtigen Appetit wiedergefunden. Von da aus kehrten wir zurück zu unseren Unterkünften auf dem Gelände der “ancora Marina” mit kurzer Besichtigung der riesigen Ausstellungshalle, in der eine Vielzahl von Luxusjachten den Winter zu Reparatur- und Wartungsmaßnahmen verbringt.

Das Abendessen am letzten gemeinsamen Abend war im Brauhaus Klüvers angesetzt. Da dieses Restaurant sich genau an der Pier des Stadthafens befindet, was wäre nicht angebrachter, als mit „Paul” die gemeinsame Hin- und Rückfahrt durchzuführen. Die meisten von uns sind noch nie in ein Restaurant mit einem ehemaligen Mehrzweckhafenschlepper übergesetzt.

Ausgewählt wurden beim Essen vorrangig Fischgerichte und das hauseigene Bier.
Die Rückfahrt in den Jachthafen war, bei stockfinsterer Nacht auch für Kapitän Silvio nicht einfach zu meistern. Die Seewasserstraße ist keine Autobahn und wir mussten die richtige Tonne (Ausfahrt) suchen und finden, um den Weg in den Jachthafen anzusteuern. In der Finsternis war auch der Suchscheinwerfer ein willkommenes Utensil an Bord der “Paul”.
Nachdem der Schlepper an der Pier vertäut war und der Diesel schwieg, verbrachten wir noch einen gemütlichen Spätabend auf dem Schiff.

Am Sonntagmorgen schneite es fröhlich in Holstein. Wir begaben uns auf die Heimreise. Das nasskalte Wetter machte uns den Abschied leicht und so kehrte jeder an seinen Wohnort zurück. Nur unser Freund und Kamerad Silvio blieb dort, wohin ihn sein Schicksal verschlagen hatte. Der Alltag hat uns wieder. Es war ein gelungenes und tolles Erlebnis an einem Wochenende unter Freunden und Kameraden.

Großen Dank an Silvio als Hausherr, Organisator, Kapitän und Bootsmann.

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Eis auf der Lübecker Bucht am Wochenende danach. Bild: Silvio Prasser
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