RSA

Die Raketenschießabschnitte (RSA) der KRT der VM

Ein Bericht der Fregattenkapitäne a.D. Wolfgang Schädlich und Ralf-Michael Brennecke

Mit der Einführung der Raketenschnellboote „Projekt 205“ (NATO: OSA I), ausgerüstet mit 4 Seezielraketen „P-15“ und des Küstenraketenkomplexes „Sopka“ mit dem Flugkörper „S-2“, das war 1962 die Geburtsstunde der Küstenraketentruppen (KRT) der Volksmarine (VM), wurden die jährlichen Raketenschießabschnitte (RSA) der Verbündeten Ostseeflotten (VOF) im Bestand der  Baltischen Rotbannerflotte (BF) der UdSSR,  der Polnischen Seekriegsflotte (PSKF) und der Volksmarine der DDR ab 1964 zu einem festen Bestandteil und dem absoluten Höhepunkt  der Gefechtsausbildung.

Insgesamt nahmen die KRT der VM an 11 RSA teil, davon:

Die Spezial- Küstenartillerieabteilung (S-KAA) 1964 – 1969  viermal
Die Küstenraketenabteilung 18 (KRA-18) 1982 einmal
Das Küstenraketenregiment 18 (KRR-18) 1984 – 1989 sechsmal

Zusätzlich wurden durch die S-KAA  bei den Übungen „Baltic“ im August  und „Waffenbrüderschaft“ im Oktober 1970 zur Demonstration je 1 Rakete gestartet.

Die vier RSA der S-KAA sind in dem entsprechenden o.a. Beiträgen behandelt, der eine RSA der KRA-18 und die sechs RSA des KRR-18 waren im Ablauf bis auf geringfügige Unterschiede gleich. Deshalb möchte ich mich auf die Darstellung des 1. RSA des KRR-18 1984 beschränken.

Die RSA wurden  mit einigen Ausnahmen jährlich in den Monaten Mai bis Juli im Zeitraum von 10 bis 14 Tagen in einem Polygon, der durch nautische Mitteilungen veröffentlicht und als Sperrgebiet deklariert wurde, im Seegebiet  nördlich Kap Taran der russischen Exklave Kaliningrad (ehemals Brüster Ort) durchgeführt. Als  Stationierungsort diente den teilnehmenden Einheiten der Baltischen Flotte, der Polnischen Seekriegsflotte und der Volksmarine die Flottenbasis Baltijsk  (ehemals Pillau) der Baltischen Flotte. Zur Sicherung des Seegebietes wurden ca. 20 Kriegsschiffe, Korvetten, Fregatten, MSR- Schiffe und U- Jagdschiffe,  der drei Flotten eingesetzt. Diese nahmen später ebenfalls im Seegebiet an Raketenschießabschnitten teil und trainierten im Schießgebiet  den Einsatz der Fla-Raketen und Schiffsartillerie gegen Luftziele. Vom Bestand der VM waren dies z.B. die Küstenschutzschiffe vom „Projekt 1159“ (NATO: KONI) mit den Starteinrichtungen „ZIF 122“ für „RZ- 13“ Raketen   (NATO: SA-N-4). Zur Zieldarstellung wurden dazu Raketen „P-15“ mit deaktivierter Zielsuchlenkeinrichtung von Raketenschnellbooten des „Projekts 205“ eingesetzt. Beim Raketenschießabschnitt 1983 bekämpften erstmals in einem gemeinsamen Verband ein Küstenschutzschiff (KSS) „Projekt 1159“ und andere Schiffe und Boote der VM mit der Artillerie eine Rakete „P-15“. Für den Start der luftzieldarstellenden Rakete „P-15“ wurde beim ersten Mal ein Raketenschnellboot der 5. Raketen-Torpedoschnellboots-Brigade befohlen. Damals leitete übrigens unser Kommandeur, Fregattenkapitän Lothar Schmidt, in der Funktion des Brigadechefs der 5. RTSB diesen, für ihn leider weniger erfolgreichen Einsatz. Die Rakete konnte nicht abgeschossen werden! In den Folgejahren wurde diese Praxis weiter geführt, wobei die Rakete dann beim Einsatz des Fla-Raketenkomplexes „OSA- M“ des KSS tatsächlich abgeschossen wurde.

Erstmals nahm die VM 1964 mit den RS-Booten 711 und 712 sowie der S-KA Abteilung an einem Raketenschießabschnitt teil. Von den Booten wurde je eine Rakete „P-15“ gestartet. Beide trafen ins Ziel. Die  Raketen wurden bei den RSA im Gegensatz zu Gefechtsraketen mit einem mit Beton gefüllten Gefechtsteil ausgerüstet. Somit blieb die eigentlich vernichtende Wirkung durch die Detonation des mit herkömmlichem Sprengstoff „Trotylhexogen-Aluminium-Gemisch“ versehenen Originalgefechtsteils aus.

Seezielscheibe mit Infrarotquelle für die „P-22“, Treffer Seezielscheibe mit Radarreflektoren und Netz für die „P-21“

Die zur Zieldarstellung im Seegebiet verankerten Seezielscheiben konnten dadurch nach geringfügigen Instandsetzungsarbeiten wiederverwendet werden. Die Scheiben bestanden aus einem ca. 45m langen, mit Kork ausgeschäumten Metallrumpf  und waren mit einem etwa 8 m hohen Netz, Radarreflektoren oder  Wärmequellen bzw.  kombiniert, versehen. Damit wurde für die Radar-Zielsuchlenkeinrichtung der Raketen „P-15“ und „P-21“ ein Seeziel von der Größe einer Fregatte imitiert. Für den späteren Einsatz der „P-22“, die mit einem Infrarot-Zielsuchkopf ausgestattet war, wurden auf der Scheibe Dieselöfen als Wärmequelle installiert. Das Kuriosum war, dass die Reparatur der beim Schießen beschädigten Scheiben durch die verursachenden Flotten bezahlt werden mussten, also gab es als Ergebnis immer ein lachendes und ein weinendes Auge!

Ein RSA war der einzige faktische Raketeneinsatz und somit der absolute Höhepunkt des Ausbildungsjahres, eine Demonstration des Beherrschens der Vorbereitung und des Einsatzes der Raketenbewaffnung vor den sowjetischen und polnischen Waffenbrüdern sowie vor unseren höchsten Vorgesetzten. Der Erfolg hing aber von sehr vielen Faktoren ab. So wurden im Unterschied zu den teilnehmenden RS-Booten, die ihre Verschußraketen klar zum Start an Bord mitführten, unsere  zwei Verschussraketen zwar an Bord der SSR beim Transport mitgeführt, aber dann an die RTB der teilnehmenden KRA übergeben, die im Raum Baltijsk gefechtsmäßig im Feldlager entfaltet war. Alle weiteren Handlungen liefen auch wie im Gefecht ab:  Alarm, Einsatzbefehl, Regeln der Raketen durch die RTB, Beladen der SSR, Marsch der SSR in die Wartestellung, auf Befehl in die Startstellung, Befehl zum Raketenschlag, Zielsuche, Auffassen und Daten ermitteln, Start – das alles in der vorgeschriebenen Normzeit.                                      

Dabei waren Treffer keinesfalls vorprogrammiert, was bewiesen wurde durch entsprechende Beispiele:                      

– Beim 1. RSA der S-KA Abteilung konnte bei zwei gestarteten Raketen kein Treffer in der Scheibe festgestellt werden.

– Eine durch ein RS-Boot der VM gestartete Rakete stürzte ins Meer – Bedienungsfehler der Besatzung.

– Ein „nicht geplanter RSA“ eines RS- Bootes der VM: Bei einem Raketenangriff mit imitiertem Start vor der Halbinsel Darß wurde, wiederum durch Fehler der Besatzung, tatsächlich eine Rakete ungewollt faktisch gestartet.                         

Mit der Einführung des Küstenraketenkomplexes „Rubesh“ und nachfolgend der Kleinen Raketenschiffe (RSK) „1241 RÄ“ erreichten die neuen Raketen „P-21/22“ die doppelte Reichweite der „P-15“ und auch die Radarstation „Harpun“ bedeutend größere Auffassungsreichweiten.

Trotzdem wurde der Einsatz der Schiffsstoßkräfte auch weiterhin durch Fühlunghalter sichergestellt. Diese Methode, ursprünglich für die Erhöhung der Reichweiten gegen Raketenschnellboote des „Gegners“ für die eigenen RS- Boote „Projekt 205“ entwickelt, wurde auch jetzt für die RSK angewendet. Folgerichtig spiegelte sich der Einsatz von Fühlunghaltern auch bei der Durchführung der Raketenschießabschnitte wieder. Dazu wurde ein ausgemustertes Torpedoschnellboot zur beweglichen ferngesteuerten Seezielscheibe umgebaut und das Raketenschießen nach Angaben eines in See befindlichen Schiffsfühlunghalters durchgeführt. Diese Seezielscheibe war sehr teuer und ihre Vernichtung musste unbedingt vermieden werden.

Die Exklave Kaliningrad mit der schematischen Darstellung des Raketenschießgebietes

Das wurde durch überhöht angebrachte Winkelreflektoren erreicht und die Treffer konnten in einem über dem Rumpf zwischen zwei Masten gespannten Netz nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu benötigten die SSR der KRT keine Fühlunghalter, sondern stellten den Einsatz ihrer Raketenbewaffnung auf maximale Distanz mit der eigenen Radarstation sicher durch die Auswahl höher gelegener Startpositionen. Das war auch bei den RSA im Stellungsraum Kap Taran der Fall, wo die Höhe der Startstellung 38 m über Normalnull (NN) beträgt. Der Raketeneinsatz erfolgte bei allen sieben RSA des Küstenraketenkomplexes „Rubesh“ der VM nur nach den durch die eigene Radarstation „Harpun“  ermittelten Zieldaten auf eine Distanz ungefähr 325 kbl. (60 km) – alle 14 gestarteten Raketen waren Treffer!

Die Zielstellung der Raketenschießabschnitte der VOF bestand in folgendem:

  • Die praktische Bestätigung der Beherrschung der Technik durch das Personal sowie des
    Funktionierens der Technik.
  • Die Herstellung der Geschlossenheit der Besatzungen für den faktischen Einsatz der Raketenbewaffnung. – Das Training des Zusammenwirkens der Verbündeten Ostseeflotten.
  • Das Schaffen von Vertrauen in die eigene Kampfkraft und Technik.
  • Die Vertiefung des Waffenbrüderschaftsgedanken in der Praxis.
  • Die Demonstration der Verteidigungsfähigkeit der Seestreitkräfte des Warschauer Paktes in der Ostsee vor den Augen der NATO, die sich als ständiger Beobachter mit Aufklärungsschiffen, z.B. „Alster“, „Oker“ und „Oste“ der Bundesmarine, im Seegebiet aufhielt, in glaubwürdiger und anschaulich überzeugender Form.

Zu jedem Raketenschießabschnitt wurde ein Leiter des RSA (BF), Leiter der RSA der Flotten und Leiter des RSA der Truppenteile eingesetzt. Meistens waren die Leiter des RSA der Flotten die Stellvertreter der Chefs für Ausbildung. Diese führten die teilnehmenden Einheiten vom Gefechtsstand auf Kap Taran über Funk. Die Auswahl der teilnehmenden Einheiten zum Raketenschießabschnitt wiederum wurde im entsprechenden Ausbildungsjahr getroffen.

Polygon mit Scheiben und Schiffskräften für die Absperrung

Die Besatzungen und die Technik der Boote/Schiffe/SSR  waren während der Vorbereitung zu überprüfen und zum Raketenschießen zuzulassen.  Die Auswahl der zum Verschuß vorgesehenen Raketen wurde nach der Zeit, die sie in der BS 1 gehalten worden waren, getroffen. Das heißt, diejenigen Raketen, die der Nutzungsgrenze am nächsten lagen, wurden für den RSA freigegeben und vorbereitet. Eine endgültige Überprüfung der Raketen und der anderen Technik erfolgte unter der Teilnahme von Spezialisten der BF direkt in der Flottenbasis der BF bzw. im Feldlager der KRT.

Vom 18.06.-08.07.1982 nahm die Küstenraketenabteilung 18 erstmals mit dem in der Volksmarine eingeführten Küstenraketenkomplex „Rubesh“ unter Führung von Fregattenkapitän Kurt Stippkugel  am Raketenschießen teil. Dabei wurde von der SSR mit der Bau-Nr. 502 je eine Rakete des Typs „P-21“ und „P-22“  erfolgreich von Land, Brüster Ort, gegen die verankerten Seezielscheiben eingesetzt.

Einschlag der Raketen in den Rumpf der Seezielscheibe. Einschlag der Rakete in die Scheibe, Bild vom Hubschrauber

Das Küstenraketenregiment 18 führte seinen ersten RSA im Jahr 1984 unter Führung des Kommandeurs des KRR-18, Fregattenkapitän Lothar Schmidt, mit der SSR 111 durch. Da ich auch beim ersten Schießabschnitt persönlich teilnahm, berichte ich nur über diesen 1. RSA des KRR-18 stellvertretend für die insgesamt sechs.  

Seit 1983 wurden im KRR-18 in kurzen Abständen mehrere SSR übernommen. Das Personal musste laufend neu formiert und ausgebildet werden. Die Auswahl der teilnehmenden Kräfte konnte also nur auf die erfahrensten Besatzungen fallen. Das waren die der SSR 111 und SSR 112 mit den  Kommandeuren Kapitänleutnant Ralf-Michael Brennecke und  Kapitänleutnant Eckhard Schmidtke. In der Gefechtsausbildung wurde sich dann besonders auf die Ausbildung dieser Besatzungen konzentriert.

Im Stab erfolgten unterdessen  die Planungsarbeiten. Der „Plan der Durchführung des 1. RSA des KRR-18“ musste erstellt werden und dem STMCVM zur Bestätigung vorgelegt werden. Da dieses Dokument erstmals erstellt wurde, legte unser Kommandeur neben der Exaktheit des Inhalts besonderen Wert auf eine universelle wiederverwendbare Form. Das Erarbeiten solcher formalisierten Dokumente brachte zwar anfänglich immer Mehraufwand mit sich, da sie  aber dann bei zukünftigen Aufgaben lediglich präzisiert werden mussten, ergab sich insgesamt eine wesentliche Zeitersparnis.

Die Überführung der teilnehmenden Kräfte des KRR-18 in das Übungsgebiet des RSA erfolgte in zwei Etappen:

  • Die Überführung des Vorkommandos.
  • Die Überführung der Hauptkräfte mit der  SSR.

Das Vorkommando unter Leitung des Stellvertreters  des Kommandeurs des KRR-18 für Rückwärtige Dienste, Fregattenkapitän Bernd Moritz, wurde ca. eine Woche zuvor mit der Aufgabe der Errichtung des  Feldlagers mit einem Landungsschiff der VM in Marsch gesetzt. Eine gewaltige Aufgabe, mussten doch schließlich alle Ausrüstungsgegenstände und materiellen Mittel auf Transportfahrzeugen verstaut werden und daraus vor Ort ein Feldlager mit ordentlichen Arbeits- und Lebensbedingungen errichtet werden. 

Neben den Zelten für die Unterbringung des Personalbestandes mussten unter anderem Sanitäranlagen, die Stellplätze für die Kfz., ein Volleyballplatz und vor allem das Gelände  für die komplette Technische Stellung der Raketentechnischen Abteilung (RTA), später RTB der KRA, zum Regeln  der Raketentechnik ausgewählt und unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen vorbereitet werden. Und das alles nur mit einer Hand voll Angehöriger der Rückwärtigen Dienste des Regiments. Sie lösten diese Aufgabe mit Bravour! Zur Überführung der Hauptkräfte wurde ein Landungsschiff der Baltischen Flotte eingesetzt, da die neuen Landungsschiffe „108“ der Volksmarine für den Transport von SSR wegen der zu niedrigen Einfahrt nicht eingesetzt werden konnten.                                     

Im darauffolgenden Jahr zum 2. RSA des KRR-18 wurde übrigens ein RoRo-Schiff der Deutschen Seerederei für den Transport bereitgestellt, da die BF für uns kein Großes Landungsschiff  frei hatte. Diese Schiffe waren sowohl für das Be- und Entladen sowie den Seetransport unserer Technik nahezu ideal, unsere Kfz konnten darin sogar wenden! Allerdings war der Einsatz der RoRo-Schiffe in unserem Interesse nur im Verteidigungsfall bzw. bei besonderen Anlässen, möglich.

Das Beladen des Landungsschiffes erfolgte im Überseehafen Rostock/Warnemünde, an der RoRo- Pier. Auf der Grundlage der oben erwähnten Pläne  wurden Kolonnen zur Überführung vom Objekt Schwarzenpfost zum Überseehafen zusammengestellt, nachts unter Wahrung höchster Geheimhaltung in Marsch gesetzt und das Landungsschiff beladen. Zuerst wurden kleinere Transporteinheiten auf das Oberdeck verbracht. Leichter gesagt als getan. Achtern befand sich eine gewaltige Stahlplattform welche nach unten geklappt wurde und somit dem Auffahren der Kfz. auf das Oberdeck diente. Um dann vorwärts auf das Oberdeck zu fahren, mussten alle Fahrzeuge erst einmal rückwärts durch die geöffneten Bugklappen bis zum Heck manövriert werden um dann in Etappen nach Absenken der Rampe die erhebliche Steigung nach oben zu überwinden. Wie sich später herausstellte, war das noch wesentlich leichter als das Entladen. Dabei wurden unsere Kraftfahrer bis  an die Grenzen ihres Könnens und  Mutes geführt. Natürlich hatten einige Fahrzeuge auch Anhänger. Diese wurden abgekoppelt und mit einem Traktor rückwärts in das Schiff und dann an Oberdeck transportiert. Was für eine Aufgabe- mit einem Anhänger rückwärts auf engstem Raum! In unseren Reihen diente Stabsobermeister Steffen Reiß als Schirrmeister, ein absoluter Profi im Umgang mit Kraftfahrzeugen aller Art und immer hart am Limit! Er brachte es fertig, mit zwei Anhängern rückwärts den Wendeplatz einzunehmen, um sie dann in einem Verbund auf das Oberdeck zu ziehen- und das in sagenhafter Geschwindigkeit. Jeder andere Kraftfahrer hätte wohl etliche Rangiermanöver ausführen  müssen. Auch von Seiten der Besatzung des Landungsschiffes  genoss Stabsobermeister S. Reiss nach diesen Demonstrationen absolute Hochachtung. Mir gegenüber äußerte der 1. Wachoffizier des Schiffes, dass bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit ihr Schiff im Innenraum meistens neu  gepönt (gestrichen) und manchmal sogar technisch überholt werden musste. 

Das Beladen des Landungsschiffes mit der Startrampe, ausgerüstet mit den zwei Verschußraketen, erwies sich als extrem kompliziert. Sie musste als letzte Einheit vorwärts schnurgerade an Bord gefahren  und gleich hinter der Ladeklappe abgestellt werden, da weiter hinten die Höhe nicht ausreichte. Zusätzlich musste sogar Luft von den Rädern abgelassen werden, um die Startrampe ein paar Zentimeter abzusenken. Wenn ich mich richtig erinnere, waren nach oben und beiden Seiten nur wenige Zentimeter frei. Das alles geschah natürlich unter der Regie des Stellvertreters des Kommandeurs für Technik und Bewaffnung,  Kapitänleutnant Hans-Jürgen Galda, einem absoluten Spezialisten. Seine Erfahrungen und vor allem praktischen Fähigkeiten bildeten oft den Garant für die erfolgreiche Erfüllung von Aufgaben. Letztendlich wurden die Beladung des Landungsschiffs, das seefeste Verzurren der Technik und die Überprüfung aller Sicherheitsbestimmungen ohne Vorkommnisse und Beschädigungen abgeschlossen. Wir alle, auch die Besatzung des Landungsschiffes, ahnten zu diesem Zeitpunkt  allerdings noch nicht, welche Kräfte die SSR mit ihrem Gewicht von über 40 Tonnen beim Entladen entfalten und wie diese auf ein vermeintlich festgemachtes Schiff dieser Größe wirken könnten.

Gruppenfoto auf dem Achterdeck des Landungsschiffes während der Überfahrt

Der Kommandant des Landungsschiffes begann mit dem Ablegemanöver und steuerte sein Schiff durch das Warnemünder Fahrwasser ins offene Seegebiet. Die Überfahrt erfolgte entspannt. Es war ruhige See und der Juliabend zeigte sich mit schönster Seefahrerromantik.

An Bord wurden wir herzlich aufgenommen, gut verpflegt und klönten mit unseren Waffenbrüdern. Leicht hätte man dabei unsere hohe Verantwortung für die Technik und Bewaffnung vergessen können. Aber Fregattenkapitän L. Schmidt befahl mir wie immer ein Wachsystem zu organisieren. Was die Fragen der Sicherheit anbelangte, gab es bei ihm keine Abstriche. Überhaupt war er in allen Handlungen sehr vorausschauend und umsichtig. Ein gesundes Risiko scheute er allerdings nie. Sicher war das auf seine reichhaltigen Erfahrungen im Umgang mit der Raketentechnik aus seiner Arbeit als Kommandant bis zum Brigadechef in der 6. Flottille zu verdanken. Sein, dem Russischen entlehntes Sprichwort: „Einmal im Jahr schießt auch ein Wasserrohr!“ hatte durchaus seine Berechtigung, besonders im Umgang mit unserer brisanten, sehr gefährlichen Technik, Bewaffnung und Ausrüstung.

Nach Erreichen des Hafens Baltijsk wurde das  Landungsschiff an einer Pier mit einer Betonauffahrt, die genau für die Bugentladung  geeignet war, festgemacht. Aufmarschiert war ein Musikkorps der BF, das zu unserem Empfang flotte Märsche intonierte. Wir erhielten den Befehl zum Entladen unserer Technik.

An der Pier warteten bereits unsere Betreuer, später beste Freunde, von der BF:

  • Der Kommandeur der Marineinfanteriebrigade der BF (MIBr) Gardeoberstleutnant, später Gardeoberst, Anatolij Otrakowski  und seine Stellvertreter.
  • Der Stellvertreter des Chefs der Küstenraketentruppen der BF.
  • Der Kommandeur des Küstenraketenregiments der BF (KRR) Oberstleutnant  Anatolij  Butenko  und seine Stellvertreter.

Das KRR der BF war verantwortlich für unsere technische Sicherstellung. Es war im Stützpunkt Donskoje stationiert und ausgerüstet mit dem Küstenraketenkomplex „Redut“ mit der Rakete „P- 35 B“ „Progress“ mit einer bedeutend größeren Reichweite und einem größerem Sprengkopf, auch nuklear möglich, aber auf einer Startrampe mit Einzelcontainer und größeren  Ausmaßen sowie mehreren zusätzlichen Fahrzeugen mit Technik. Das Küstenraketenregiment sollte später zusätzlich mit dem Komplex „Rubesh“ ausgerüstet werden – aber wir hatten ihn schon  und setzten ihn ein! Unsere sowjetischen Waffenbrüder fühlten sich zurückgesetzt bei der  Ausrüstung mit der modernsten Raketenbewaffnung, trotzdem waren sie stolz auf unsere Leistungen bei der Meisterung ihrer sowjetischen Technik. Erst 1989 zum 6. und letzten Raketenschießabschnitt des KRR-18 kam ebenfalls eine Selbstfahrende Startrampe des Küstenraketenregiments der Baltischen Flotte zum Einsatz.

Mit unseren Freunden beim Meeting der Waffenbrüderschaft zum 4.  RSA 1987

Die MIBr der BF war verantwortlich für unsere Unterbringung im Feldlager, die Betreuung und Sicherheit. Es war ein selbständiger Truppenteil, in jeder Flotte der UdSSR gab es nur 1 MIBr, allerdings mit einer Personalstärke von rund 3.000 Mann! Die MIBr war Selbstversorger, für uns unvorstellbar. Das heißt, sie hatte für jedes Ausbildungsjahr ein Finanzbudget und plante damit die gesamte Versorgung, Unterbringung, Baugeschehen, Ausbildung u.a. Stolz führte uns Anatolij durch sein Gebiet und zeigte uns seinen Ackerbau und die Viehzucht: ca. 600 Schweine, 300 Rinder und Kleinvieh! Die MIBr war eine wirkliche Elite, es war eine Ehre, hier zu dienen und sie rekrutierten ihr Personal in ihrem Patenschaftsbezirk in der Ukraine selbst. Angehörige der MIBr kämpften auch im Afghanistankrieg.                                                              

Zwischen den Offizieren der Führungen unseres KRR-18, des sowjetischen KRR und der MIBr entstand sofort ein herzliches Verhältnis, für die Meisten von uns gab  es keine Sprachbarriere, und so entwickelten sich echte Freundschaften, zumal wir uns jedes Jahr wieder sahen. Die gleichen Freundschaften entstanden aber auch zwischen den anderen Offizieren, Unteroffizieren und Matrosen und wurden so zu einem wichtigen Motiv unseres Dienstes.       

Beim Entladen des Landungsschiffs in Baltijsk gab es die bereits angekündigten Probleme. Diesmal ging es nicht steil nach oben, sondern nach unten. Gefühlt war das noch beängstigender als das Beladen. Erneut sorgte Stabsobermeister S. Reiß für Aufsehen. Er ließ seinen Traktor führerlos im Standgas mit eingeschlagenem Lenkrad eine Ehrenrunde  um den Kranturm in der Mitte des Schiffes fahren! Dabei hängte er  beim Vorbeifahren zwei Anhänger an und manövrierte diese dann in die schwindelerregende Tiefe.  Unsere Waffenbrüder schüttelten den Kopf und glaubten nicht, was sie da gerade miterlebten. Bei der Verabschiedung vom Kommandanten äußerte dieser dann auch die nicht ganz ernst gemeinte Bitte an den Kommandeur des KRR-18, ihm diesen Mann an Bord seines Schiffes zu versetzen. Im Übrigen hatte Stabsobermeister S. Reiß dann noch mehrere Fahrzeuge vom Oberdeck nach unten gefahren. Einige Kraftfahrer überließen ihm gern ihr Fahrzeug und wirkten plötzlich sichtlich entspannter. Nach besagter nicht unproblematischer Entladung des Landungsschiffs, wie anschließend geschildert, verließen wir das Hafengelände von Baltijsk und fuhren in Kolonnen zum Übungsgelände, wo uns die Angehörigen des Vorkommandos empfingen und mit einem bis ins letzte Detail eingerichteten Feldlager überraschten. Fregattenkapitän B. Moritz meldete dem Kommandeur die Einsatzbereitschaft und Bezugsfertigkeit des Feldlagers. Berechtigterweise sparte Fregattenkapitän L. Schmidt bei der ersten Musterung nicht mit Lobesworten.

Das Feldlager des Küstenraketenregiments 18 im Gebiet der Flottenbasis Baltijsk der BF

 

Aber lassen wir Ralf-Michael Brennecke, Fregattenkapitän a. D. über die Havarie seiner Startrampe erzählen. Er hat die OHS „Karl Liebknecht“ der VM und die Militärakademie „Friedrich Engels“ der NVA absolviert. Seinen Dienst in der Volksmarine begann er als 1. Wachoffizier und Kommandant eines UAW- Schiffes. Danach diente er als Batteriechef in der KRA-18. Im KRR-18 arbeitete er in den Funktionen Batteriechef, Abteilungskommandeur, Stellvertreter des Kommandeurs für Ausbildung und Stabschef des Regiments. Nach Beendigung war er als Fachlehrer für Internationales Recht an der Seefahrtsschule in Warnemünde tätig. Leider verstarb Ralf-Michael Brennecke 2014 völlig unerwartet. Trotzdem möchten wir seinen Bericht, den er 2013 noch verfasste, über die Havarie der Startrampe beim Entladen im Hafen Baltijsk zum 1. Raketenschießabschnitt des KRR-18  1984 darlegen:

Am 1. Oktober 1980 trat ich meinen Dienst in der Küstenraketenabteilung 18 an als Kommandeur der 2. Startbatterie, zugleich Kommandant der Startrampe 121, noch vor der Indienststellung der Abteilung am 15.12.1980. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir erst 2 Startrampen übernommen, je eine für die 1. und 2. Startbatterie, die beiden noch fehlenden  übernahmen wir erst im Oktober 1983. In der Flotte sprach man in so einem Fall von einem „Traumschiffkommandanten“, wir hatten also 2 „Traumstartrampenkommandeure“. Unabhängig von den noch fehlenden Startrampen führten wir die Ausbildung unseres Personalbestandes mit den bereits vorhandenen durch. In Vorbereitung des ersten und einzigen Raketenschießabschnitts der Küstenraketenabteilung 18 in der Zeit vom 18.06. bis 08.07.1982, das war der erste faktische Waffeneinsatz des Küstenraketenkomplexes „Rubesh“ auf dem Seekriegsschauplatz Ostsee, stand vor allem das Problem des Transports unserer Technik zur Flottenbasis Baltijsk der sowjetischen Baltischen Rotbannerflotte, heute die Ostseeflotte Russlands, vor der in der Danziger Bucht das Raketenschießgebiet lag.

Schwerpunkt war dabei unsere Startrampe mit ihren gewaltigen Dimensionen: Gewicht 42t, Länge 14m, Breite 3,2m, Höhe über 4m. Die Überführung auf dem Landweg wurde von vornherein ausgeschlossen, ein Eisenbahntransport war wegen der Höhe nicht möglich. Der Transport mit einem Mittleren Landungsschiff „Projekt 108“ der Volksmarine scheiterte an der zu schmalen Landeklappe und der  zu niedrigen Einfahrtshöhe des Schiffes. Somit blieb nur die Baltische Flotte der Sowjetunion, die für uns eines ihrer großen Landungsschiffe „Donjetzkij Schachtjor“ zur  Verfügung stellte. Das erstmalige Beladen dieses Schiffes zum Raketenschießabschnitt 1982 nahm sehr viel Zeit in Anspruch, da die  Wege, die räumliche Unterbringung der Technik im Schiff,  die Reihenfolge des Beladens und das Rangieren erst getestet werden mussten. Nur eins stand jedoch von vornherein fest, die Startrampe war die letzte Technik bei der Beladung, sie musste vorwärts in das Schiff gefahren werden und  im Bereich der Ladeklappe verbleiben, da die Deckshöhe im Schiff für die Höhe der Startrampe nicht ausreichte. Es musste sogar ein Teil der Luft von den 8 Reifen abgelassen werden, natürlich unter der Aufsicht des Stellvertreters des Regimentskommandeurs für Technik/Ausrüstung, Kapitänleutnant H.-J. Galda. Beladen wurde das Schiff an einer RoRo-Pier im Rostocker Überseehafen, entladen in der Flottenbasis Baltijsk der sowjetischen Baltischen Rotbannerflotte.             

Nach der Indienststellung des Küstenraketenregiments 18 am 01.11.1983, wurde der 1. Küstenraketenabteilung die Gefechtsaufgabe gestellt, sich auf den 1.Raketengefechtsschießabschnitt des Küstenraketenregiments 18 vorzubereiten.

Nachdem 1982 die 1. Startbatterie der Küstenraketenabteilung 18 unter der Führung von Oberleutnant K.-D. Glodschei mit der Startrampe 502, taktische Nummer 112, die Vergabe der taktischen Nummern erfolgte erst im Regiment, erfolgreich das Raketenschießen absolviert hatte, erhielt diesmal die 2. Startbatterie  unter meiner Führung, Kapitänleutnant R. Brennecke, den Befehl, diese Aufgabe mit der Startrampe 111 zu erfüllen.

Die Teilnahme am jährlichen Raketengefechtsschießen, also dem faktischen Waffeneinsatz als absolutem Höhepunkt der Gefechtsausbildung, wurde im Regiment so festgelegt, dass dabei nacheinander jede Startrampe und immer 2 Besatzungen  zum Einsatz kamen.

Der 1. Raketenschießabschnitt des Küstenraketenregiments 18 war in der Anordnung 80/1983 des Chefs der Volksmarine für das Ausbildungsjahr in der Zeit vom 18.06. – 08.07.1984 festgelegt. Darauf bereiteten wir uns und unsere Technik zielstrebig vor: Ausbildung, Trainings, Übungen, Überprüfungen, Zulassungen und weitere Maßnahmen.

Die Verlegung aller teilnehmenden Einheiten in das Gebiet des Hafens Rostock zur RoRo- Pier wurde immer nachts durchgeführt. Das Beladen des sowjetischen Landungsschiffes  erfolgte, wie bei allen folgenden 5 Raketenschießabschnitten des Küstenraketenregiments 18, auf der Grundlage eines „Planes der Be- und Entladung“, für dessen Erarbeitung der Stellvertreter des Kommandeurs für Technik/Bewaffnung, Kapitänleutnant H.-J. Galda, verantwortlich war, wobei wir die Erfahrungen von 1982 nutzten. Die Beladung verlief reibungslos und sehr zügig. Als Fahrer unserer Startrampe sowohl für die Be- als auch die Entladung  hatte ich Obermaat Frank Heuer befohlen, da er über bessere fahrerische Qualitäten verfügte als unser eigentlicher Kraftfahrer. Ich übernahm als Kommandeur der Startrampe die Einweisung des Kraftfahrers.

In der Flottenbasis der Baltischen Flotte  Baltijsk angekommen, machte die Besatzung das Schiff an der Pier fest. Der Bug des Schiffes öffnete sich und die Ladeklappe wurde auf der Pier abgelegt. Dann kam der Befehl zum Entladen. Auf der Pier standen neben dem Orchester der Flottenbasis, das uns mit aufmunternden Märschen empfing, unsere sowjetischen Waffenbrüder: Die Führung der Marineinfanteriebrigade und der Küstenraketentruppen der Flotte, sowie unser Regimentskommandeur, Fregattenkapitän L. Schmidt und seine Stellvertreter außer dem Stabschef, Kapitänleutnant W. Schädlich, und meinem Abteilungskommandeur, Korvettenkapitän U. Lonitz, die sich auf dem Schiff hinter der Startrampe aufhielten. Alle warteten ungeduldig auf den Hauptdarsteller des Raketenschießabschnitts: Unsere Startrampe.

Vor dem Entladen hatte ich mich gründlich mit den Gegebenheiten auf der Pier vertraut gemacht. Dabei fiel mir auf, dass sich ungefähr 2-3 m hinter der Pierkante  eine stark ansteigende  Böschung, mit einem Winkel von ca. 45 Grad, befand, auf die wir mit der Startrampe auffahren mussten, um auf die Straße zu gelangen. Ich befahl Obermaat F. Heuer, den Motor zu starten und nach meinen Signalen rückwärts vom Schiff zu fahren. Dann stellte mich vor unserer Startrampe auf die Ladeklappe des Landungsschiffes und gab das entsprechende Zeichen für die Rückwärtsfahrt. Nachdem die erste Hinterachse der Startrampe, insgesamt 4 Achsen, die Böschung auf der Pier erreicht hatte, gab ich Signal, mehr Gas zu geben, um die Böschung zu überwinden. Das geschah aber nicht, sondern das hohe Gewicht der Startrampe drückte den Bug des Landungsschiffes von der Pier weg und die Ladeklappe rutschte von der Pierkante ins  Wasser.

Die Ursache dafür war, dass die Besatzung des Landungsschiffes die Festmacherleinen nicht richtig durchgeholt hatte. In Bruchteilen von Sekunden hatte ich die Lage erfasst und die Möglichkeit erkannt, dass meine Startrampe im Hafenbecken versinken könnte. Jetzt ging es nur darum, zu retten was noch zu retten war und dafür erkannte ich die einzige Chance: Zurück aufs Schiff! Ich gab das Signal  „Zurück aufs Schiff“ und rannte selbst von der sich nach unten ins Wasser bewegenden Ladeklappe  in den Laderaum. Obermaat F. Heuer hatte die äußerst gefährliche Lage ebenfalls erkannt, reagierte auf meine Zeichen sofort und absolut richtig und gab Gas, Kapitänleutnant W. Schädlich und Korvettenkapitän U. Lonitz mussten sich in Sicherheit bringen. In diesem Moment rutschten die Räder der hintersten Achse von der Pier und die Startrampe krachte erst mit dem Fahrzeugrahmen und dann mit dem Startcontainer auf die Pier, ich befahl sofort „Stopp“, „Motor aus“ und „Startrampe verlassen“! Alle Befehle wurden unverzüglich ausgeführt. Durch dieses Manöver im letzten Augenblick hatte ich in Zusammenarbeit mit Obermaat F. Heuer verhindert, dass die mit 2 betankten Raketen beladene Startrampe über die Pierkante abrutschen konnte und möglicherweise im Hafenbecken versunken wäre.

In diesem Augenblick wurde mir bewusst, wie das Resultat dieser Havarie für mich aussehen könnte: Kein Raketenstart für meine Startrampe beim 1. Raketenschießabschnitt des Küstenraketenregiments 18, und das ohne eigenes Verschulden! Im Gegenteil, wir hatten durch unser besonnenes Handeln eine Katastrophe verhindert. Meine erste Reaktion war dementsprechend: Mit Tränen der Wut und Enttäuschung in den Augen nahm ich mein Käppi vom Kopf und warf es auf den Boden! Dann verschaffte ich mir einen Überblick über die Lage: Die Startrampe lag mit dem Startcontainer auf der Pierkante, die erste Achse stand auf der Landeklappe zur Hälfte im Wasser und die restlichen drei Achsen hingen in der Luft. Das heißt, das gesamte Gewicht der Startrampe von 40 t lagerte auf der vordersten Achse und dem Startcontainer, der in Marschlage nur von zwei Stahlbolzen, Durchmesser  ca. 5 cm, an der Startrampe gehalten wird, die jetzt dieses hohe Gewicht tragen mussten. Insgesamt war die Lage der Startrampe stabil: Die Leinen des Landungsschiffes waren straff und die Landeklappe in der äußersten unteren Lage, sie konnte aber auf Grund der hohen Belastung ohne fremde Hilfe nicht angehoben werden. Die Hauptfrage war, ob und wie lange die erwähnten beiden Bolzen die Last tragen würden, ohne abzuscheren. Deshalb musste die Bergung zügig erfolgen.

Meinen Vorgesetzten brauchte ich die Havarie nicht zu melden, sie hatten aus nächster Nähe alles selbst beobachtet. Unser Regimentskommandeur war genau so ungehalten wie ich, hielt sich aber in Gegenwart der sowjetischen Kommandeure zurück. Zur Klärung der Sachlage stellte er für die sowjetischen Kommandeure in russischer Sprache fest, dass die Schuld für die Havarie eindeutig nur bei der Besatzung des sowjetischen Landungsschiffes liegen würde, die das Schiff nicht vorschriftsmäßig an der Pier festgemacht hatte. Er dankte mir für mein umsichtiges Verhalten, durch das ich eine Katastrophe verhindert hatte.

Danach legte er gemeinsam mit den sowjetischen Kommandeuren fest, dass erstens für die Bergung schnellstens ein Kran mit einer Tragkraft von mindestens 100 t benötigt würde, um die Landeklappe mit der Startrampe anzuheben und dass zweitens nach der erfolgreichen Bergung Spezialisten des Küstenraketenregiments der Baltischen Flotte gemeinsam mit unseren Spezialisten den Einsatzklarzustand für den Gefechtseinsatz der havarierten Startrampe überprüfen und eventuell notwendige Reparaturen durchführen müssten. Das alles bestätigten die anwesenden Kommandeure sofort  und leiteten die dafür notwendigen Maßnahmen ein, es wurde ein Schwimmkran angefordert. Unseren sowjetischen Waffenbrüdern war die ganze Angelegenheit äußerst peinlich, da ihnen bewusst war, dass unterlassene Handlungen ihrer Schiffsbesatzung die Ursache der Havarie waren. Deshalb jagte ein Befehl den anderen, um schnellstens die Folgen zu beseitigen. Ich hatte die ganze Zeit über nur Augen für meine Startrampe, immer mit der Angst, die Bolzen könnten abscheren und die Rampe im Wasser versinken! Deshalb musste die Bergung zügig erfolgen.

Der größte Schwimmkran der Flottenbasis Baltijsk der BF

Unser Regimentskommandeur meldete telefonisch dem Leiter des Schießens der Volksmarine, Konteradmiral L. Heinecke, die Havarie und die eingeleiteten Maßnahmen für die Bergung der Startrampe, die dieser bestätigte. Kurze Zeit später erschien Konteradmiral L. Heinecke in Begleitung des Kommandeurs der Flottenbasis Baltijsk auf der Pier, um sich persönlich über den Ablauf der Bergung zu informieren. Nach dem Eintreffen des Schwimmkrans wurden an der Landeklappe Steuerbord und Backbord je eine Stahltrosse befestigt und am Kranhaken angeschlagen. Auf Kommando zog der Kran an, hob die Landeklappe mit der Startrampe hoch und legte sie auf der Pier ab, während das Landungsschiff „kleine Fahrt voraus“ machte. Die Leinen des Schiffes wurden durchgeholt, was diesmal alle Vorgesetzten sorgfältig überprüften. Endlich stand unsere Startrampe wieder normal auf allen 4 Achsen und nach kurzer Überprüfung wiederholten wir das Entlademanöver, diesmal ohne Vorkommnisse, und fuhren auf die Pier. Trotzdem liefen die Maschinen des Schiffes beim Entladen sicherheitshalber immer auf „kleine Fahrt voraus“, jedes Risiko sollte vermieden werden.

Während die Führung des Küstenraketenregiments 18, der 1. Küstenraketenabteilung und ich anschließend sofort die Schäden an der Startrampe begutachteten, wurden die restliche Technik des Regiments entladen und die Kolonnen zum Abmarsch in unser Feldlager formiert.

Nach meiner Einschätzung hatte unsere Startrampe insgesamt trotz der außergewöhnlich hohen Belastung die Havarie recht gut überstanden. Um aber die sichere Ausführung der geplanten Raketenstarts garantieren zu können, musste der Container der SSR justiert  und einige Schweißarbeiten ausgeführt werden. Dazu verlegten wir, wie vorher festgelegt, mit Oberleutnant F. Hösel und Obermaat F. Heuer, reguliert durch sowjetische Militärpolizei, in das Objekt Donskoje des sowjetischen Küstenraketenregiments. Hier wurden in der technischen Basis alle notwendigen Arbeiten sorgfältig ausgeführt, nach deren Abschluss wir mit unserer Startrampe, wieder sicher geleitet durch die Militärpolizei, in das Feldlager unseres Regiments auf dem Gelände der sowjetischen Marineinfanteriebrigade verlegten. Dort meldeten wir uns beim Regimentskommandeur zurück, der, nachdem er dem Chef der Volksmarine die Havarie telefonisch gemeldet hatte, bereits mit der Formulierung des üblichen Abschlussberichts über dieses besondere Vorkommnis beschäftigt war.

Gewiss hatten wir alles für den Erfolg getan und Optimisten waren wir immer, aber insgeheim spürte ich doch noch eine leichte Unsicherheit in Folge der Havarie. Als ich nach dem Einfahren in die Startstellung, dem Auffassen und Begleiten des Zieles mit der Radarstation und Erhalt des Startbefehls vom Führungspunkt den Startknopf drückte und die erste Rakete mit gewaltigem Donnern den Startcontainer verließ, verfolgten wir angestrengt mit der Radarstation die Flugbahn unserer Rakete, da wir in der Gefechtskabine saßen und somit keine optische Sicht hatten. Wir konnten keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Kurzer Jubel zur Entspannung, dann wechselten wir die Besatzungen. Die Besatzung der Startrampe 112  übernahm unter dem Kommando von Kapitänleutnant E. Schmidtke unsere Startrampe zur Erfüllung ihrer Gefechtsaufgabe. Auch die zweite Rakete verließ normal den Startcontainer in Richtung Ziel. Nach einer für uns viel zu langen Wartezeit gratulierte uns der Regimentskommandeur, der inzwischen die Erfolgsmeldung von dem sowjetischen Beobachtungshubschrauber erhalten hatte, zu zwei direkten Treffern in den Scheiben. Mir fiel ein Stein vom Herzen, trotz vieler Hindernisse und komplizierter Situationen hatten wir mit hohem persönlichem Einsatz unsere Gefechtsaufgabe optimal erfüllt: Zwei Raketen gestartet- zwei Treffer!  Obwohl Ralf Brennecke den Schluss mit dem Start bereits geschildert hat, setze ich meine chronologischen Ausführungen fort. Die folgenden Tage waren der unmittelbaren Vorbereitung der Technik zum Einsatz  und zahlreichen Treffen mit unseren sowjetischen Gastgebern gewidmet. Bei der Vorbereitung der Raketen standen uns sowjetische Spezialisten zur Seite. Durch die RTA, später RTB, wurden die zum Einsatz vorgesehenen Raketen in die Bereitschaftsstufe 1 überführt. Diese vorbereitenden Aufgaben erfüllten die Angehörigen der RTA unter dem Kommando von Kapitänleutnant Dieter Eger zuverlässig in gewohnt ruhiger Atmosphäre.

Das Personal beherrschte die Technik und war bedingt durch die Aufgaben der Wartung des gesamten Kampfbestandes an Raketen im Objekt des KRR-18 sehr gut trainiert. Ich erinnere mich noch an die Worte des von Seiten der BF zu unserer Unterstützung eingesetzten Vertreters der KRT:  „Vielleicht hätte ich lieber mein gesamtes Personal mitbringen sollen, das hätte hier wohl noch etwas von unseren deutschen Freunden lernen können.“  Ganz sicher war das nicht nur eine Höflichkeitsfloskel gegenüber seinen Gästen. Überraschend für mich war, wie schnell anfängliche Sprachbarrieren und Berührungsängste bei den Angehörigen unseres Regiments, die ihre Russischkenntnisse zum größten Teil in der Polytechnischen Oberschule (POS) erworben hatten, überwunden wurden. Man befand sich eben bei Freunden.   Unsere sowjetischen Waffenbrüder luden uns in die Sauna ein, verabredeten Sportwettkämpfe und zeigten uns die nähere Umgebung. Im Volleyball haben wir  mit persönlicher Teilnahme  unseres Kommandeurs keine schlechte Nummer abgegeben. Das war sicher auch, wie bereits geschildert, den zahlreichen und anstrengenden MKE- Stunden  im Objekt unter seiner Leitung  zu verdanken.

Das Finale der Wettkämpfe war immer das Tauziehen zwischen der MIBr und dem KRR-18, das wir zum größten Ärger unserer Freunde jedes Mal gewannen. Der Kommandeur der MIBr meinte entnervt zu unserem Kommandeur: „Gegen deine deutschen Panzer haben wir sowieso keine Chance!“

Zum absoluten Höhepunkt während des Aufenthaltes bei den RSA  zählte natürlich für jeden ein Ausflug nach Kaliningrad (ehemals Königsberg), der mit einer ausgiebigen Stadtrundfahrt und der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten sowie einem Einkaufsbummel verbunden war. Ich erinnere nur an eine Sehenswürdigkeit: Das Grab des großen deutschen Philosophen Immanuel Kant.

Vor dem Schießen rekognoszierten wir die doch erhebliche Fahrtroute und die Beschaffenheit  des Stellungsraums sowie besonders der Startstellung. Der Nachrichtenoffizier, Oberleutnant  Ralf Jähnig, überzeugte sich von den bereitgestellten Nachrichtenverbindungen zum Führungspunkt der Kommandeure des KRR-18 und der 1.KRA und präzisierte den Plan für die Entfaltung der Nachrichtentechnik.

Drei Tage vor dem Raketenschießen begab sich Fregattenkapitän L. Schmidt zur Einweisung und Lagebesprechung nach Baltijsk. Dort wurden die Kommandanten und Kommandeure in den exakten Ablauf, in die Sicherheitsbestimmungen, über das Verhalten bei Havarien, in die nautische Lage im Seegebiet und natürlich über Sektoren und Position der Zielscheiben eingewiesen. Nach seiner Rückkehr wurde das Personal im Detail instruiert. Zwei Tage vor dem Schießen wurde der gesamte Ablauf mit allen teilnehmenden Kräften noch einmal durchgespielt. Das Schießen selbst wurde unter gefechtsnahen Bedingungen durchgeführt, das heißt die SSR, die Führungsfahrzeuge und die Nachrichtentechnik wurden nach Auslösen von Gefechtsalarm  zum Brüster Ort in einen getarnten Stellungsraum entfaltet.  Auf  Signal verlegte die Startbatterie, dargestellt durch die SSR 111, in die Startstellung und begann mit der Zielsuche im befohlenen Sektor.

Der Kommandeur des KRR-18 erhielt vom Gefechtsstand des Leiters des Schießens den Befehl zur Bekämpfung der aufgefassten Ziele mit jeweils einer Rakete. Vom Führungspunkt des Kommandeurs wurden dann die entsprechenden Befehle und Weisungen an den Kommandeur der Küstenraketenabteilung, Korvettenkapitän Uwe Lonitz und von dort an den Kommandeur der SSR 111, Kapitänleutnant R- M. Brennecke  weitergegeben.  Nach endlos lange erscheinenden 5 Minuten startete die erste Rakete. Ein gewaltiger Anblick! Die SSR neigte sich etwas und bewegte sich, nachdem die „P- 21“ den Container verlassen hatte,  mit einem kleinen Hüpfer in die entgegengesetzte Richtung.

Danach wechselten die Besatzungen die Plätze in der SSR. Die Besatzung der Startrampe 112 übernahm die Technik.  Der Kommandant KL Eckhard Schmidtke  erhielt den Befehl zur  Einnahme der Startstellung, Zielsuche und dann den Feuerbefehl. Ungefähr 30 Minuten nach dem ersten Start erfolgte der zweite, diesmal der Rakete  „P-22“. Danach hieß es abwarten. Kurze Zeit später empfingen wir vom eingesetzten Beobachtungshubschrauber die Meldung „mischén garit“ – die Scheibe brennt. Damit war klar, dass zumindest eine Rakete das Ziel getroffen hatte und offensichtlich der Resttreibstoff den Brand der Scheibe verursachte. Später stellte sich heraus, dass auch die zweite Scheibe getroffen wurde und das Netz ein Loch aufwies.

Der Kommandeur durfte stolz, immer noch schwitzend von der hohen psychischen Anstrengung, die Glückwünsche und Anerkennung vom Leiter des Schießabschnitts der VM, Konteradmiral L. Heinecke und den sowjetischen Waffenbrüdern  in Empfang nehmen. Die Leiter des jeweiligen Schießabschnitts ließen es sich nicht nehmen, den Angehörigen des KRR-18 im Feldlager jedes Mal einen Besuch abzustatten und mit ihnen persönlich zu sprechen, wie auf den Bildern im Jahr 1984 Konteradmiral L. Heinecke und 1985 Konteradmiral  H.-J. Dönitz.

Erfolgreicher Start und Flug der Rakete
Erfolgreicher Start und Flug der Rakete

Nicht selten weilten unter den Beobachtern der Raketenschießabschnitte die Chefs der Flotten persönlich, im Jahr 1987 Admiral W. Ehm und 1989 Vizeadmiral T. Hoffmann. Der Besuch unseres Feldlagers stand dabei immer fest auf ihrem Plan und war sicher ein außergewöhnlicher Höhepunkt für die Angehörigen unseres Regiments. Dabei interessierten sich unsere Vorgesetzten bei ihren Besuchen eigentlich für alles: Die Erfüllung der Aufgabe, das Befinden der Angehörigen des KRR- 18, den Zustand der militärischen Disziplin und Ordnung, die Zweckmäßigkeit der Einrichtung des Feldlagers, die Einhaltung aller bestehenden Sicherheitsbestimmungen, aber sicherlich nicht unbedingt für weiße Tischdecken und Backschafter mit weißen Jacken.  Besonders Admiral  W. Ehm betonte immer wieder, dass er keine Extrawurst sondern das Essen, das alle erhielten, vorgesetzt bekommen möchte. Dass  das allerdings am besten eine Bockwurst war, wussten wir alle.

An dem Erfolg bei einem RSA waren letztendlich vom Matrosen bis zum Offizier alle Angehörigen des Regiments, natürlich auch die im Objekt in Schwarzenpfost Verbliebenen, beteiligt. An diesem Tag standen allerdings die beiden Kommandeure der SSR 111 und 112 mit ihren Besatzungen im Rampenlicht. Und das mit Fug und Recht! Die restlichen Tage wurden mit gegenseitigen Treffen zwischen den Angehörigen des KRR-18 und der Marineinfanteriebrigade der Baltischen Flotte ausgefüllt. Parallel dazu begannen die Vorbereitungen zur Rückverlegung nach Warnemünde und in das Objekt Schwarzenpfost. Als sehr eindrucksvoll empfanden wir damals eine Vorführung der Marineinfanteristen. Uns wurde ihr hoher Ausbildungsstand in der Nahkampfausbildung  hautnah demonstriert. Es erfüllte jeden von uns mit Stolz, solche Waffenbrüder an seiner Seite zu wissen.

Beim Abschied auf der Pier der Flottenbasis Baltijsk dankten wir unseren Waffenbrüdern der MIBr und des KRR der BF für ihre Unterstützung, die freundschaftliche Zusammenarbeit und wurden ihrerseits wieder mit Musik verabschiedet:

Bis zum nächsten Jahr!

Das Beladen des Landungsschiffes, die Überfahrt und die Rückverlegung in das Objekt verliefen wie geplant. Der Abschied von der Besatzung des Landungsschiffes der BF war ebenfalls herzlich, wie zwischen langjährigen, guten  Freunden üblich. Angekommen in unserem Objekt Schwarzenpfost wurde der, durch die Abgase der Raketenstarts stark gezeichnete Container der Startrampe, von den Besatzungen mit Stolz vorgeführt. Die beiden entsprechenden  Sterne für jeden faktischen Raketenstart wurden von der Besatzung der SSR 111  eigenhändig  neben der Kabinentür angebracht. Auch das gehörte fortan zur Tradition unseres Regiments. Zu besichtigen ist diese Startrampe übrigens heute noch im Militärhistorischen Museum Dresden. Selbstverständlich fand die erfolgreiche Durchführung des Raketenschießabschnitts auf einer Regimentsmusterung  mit Verlesen eines  Befehls über Belobigungen und Auszeichnungen seinen würdigen und verdienten Abschluss für alle Angehörigen des KRR-18. Das Regiment  nahm in den darauf folgenden Jahren 1985 bis 1987 unter Führung des Kommandeurs KRR-18, Kapitän zur See Lothar Schmidt, erfolgreich an drei weiteren RSA  teil. In den Jahren 1988 und 1989 leitete  Kapitän zur See Dr. Joachim Dix als Kommandeur die Durchführung der letzten beiden RSA des KRR-18, natürlich ebenfalls  mit vollem Erfolg. Der Verlauf war bei allen folgenden Raketenschießabschnitten des KRR-18 mit dem des 1. RSA 1984 identisch. Als Stabschef hatte ich allerdings in der Zukunft wie üblich den Kommandeur in seiner Abwesenheit zu vertreten und so während der RSA im Regiment anwesend zu sein.

Alle Raketenschießabschnitte der KRT der VM endeten, außer dem 1. RSA der SKA-Abteilung, mit erfolgreichen Starts und Treffern der Raketen. Das Können der Führung, der Besatzungen der SSR und der Raketentechnischen Sicherstellung sowie die Zuverlässigkeit der uns anvertrauten Technik wurden dadurch zweifelsfrei nachgewiesen. Die Raketenschießabschnitte der VOF trugen wesentlich zur Schaffung von Vertrauen in die Technik und in das eigene Können bei. Sie unterstützten damit das Erreichen eines hohen Politisch-moralischen Zustandes bei den Angehörigen des KRR-18. Das zeigte sich insbesondere bei der erfolgreichen Bewältigung aller komplizierten Aufgaben, die insgesamt noch vor dem Regiment standen.

Mit dem 6. Raketenschießabschnitt des KRR-18, 1989 wurde die Tradition der Teilnahme der Volksmarine an den Raketenschießabschnitten der Verbündeten Ostseeflotten beendet.

Übersicht über alle RSA der KRT der VM