Abschied von uns selbst

“Eine Elite-Einheit der NVA rüstet ab” Abschied von uns selbst

Nach meiner Rückkehr ins Küstenraketenregiment erwartete mich eine schwierige Aufgabe. Die Truppe erwartete von ihrem Kommandeur Antworten auf die wichtigsten Fragen. Ohne Umschweife sagte ich allen im Kinosaal die Wahrheit, so brutal wie sie eben für alle war. Die Mehrheit würde sich nicht von heute auf morgen mit dieser Entscheidung abfinden. Wieviel Lichtblicke gab es in den letzten Monaten, wieviel Hoffnung schöpfte dieser oder jener? Die entstandenen Probleme verfilzten sich in der zweiten Augusthälfte 1990 zu einem Gordischen Knoten. Der musste zerschlagen werden. Es gab keinen einvernehmlichen Kompromiss, keinen Mittelweg, der alle gleichermaßen befriedigte.

Aber erst mal musste das Leben für uns Soldaten, in erster Linie der Dienst, irgendwie weitergehen. Der Dienst konnte von heute auf morgen nicht aufhören. Denn es gab noch keinen Befehl zur Auflösung, weder schriftlich noch mündlich. Trotzdem brach schon jetzt für viele das Leben in sich zusammen. Der Truppenteil existierte, die Waffen gab es noch, die Startrampen standen einsatzbereit in den Abstellhallen, und die Soldaten sowie Zivilbeschäftigten kamen jeden Morgen zum Dienst. Noch konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, wie das ist, wenn eine Gemeinschaft aus Hunderten von Soldaten und Zivilbeschäftigten, die in vielen Jahrzehnten zu einem festen Ganzen zusammengewachsen war, auseinanderbricht. Noch erkannten wir nicht, welche persönliche Tragweite für uns alle die Auflösung der Marine, der NVA und der gesamten DDR haben würde.

Natürlich wusste ich, es ist erstens keine vorübergehende Erscheinung, sondern etwas Grundsätzliches und generell Neues. Zweitens, es gibt keinen Menschen, keine Führungsgruppe innerhalb der DDR und der Streitkräfte, die diesen Prozess auch nur annähernd und zielgerichtet steuert. Drittens musste jeder für sich selbst seine Zukunft gestalten. Ich stellte mir die Aufgabe, diesen Prozess bei meinen Unterstellten, soweit sie nicht selbst schon zu ähnlichen Schlüssen gekommen waren, in Bewegung zu setzen.

Zuerst informierte ich meine Stellvertreter, direktunterstellten Kommandeure und Fachoffiziere. Wir beschlossen gemeinsam die nächsten Schritte im Küstenraketenregiment. Als erstes überdachten wir die für Anfang September 1990 bis ins Detail geplanten und organisierten Ausbildungsmaßnahmen unseres Regiments. Gegenstand der Ausbildung war die zweite und auch die abschließende Etappe der Gefechts- und spezialtechnischen Ausbildung unter extremen Personaleinschränkungen.

Der Stellvertreter für Ausbildung skizzierte in kurzen Zügen die katastrophalen Bedingungen innerhalb der Volksmarine, soweit sie das Küstenraketenregiment-18 betrafen. Im Vergleich zum letzten Ausbildungshalbjahr war die Marine nicht mehr in der Lage, Schiffe und Boote für Ausbildungszwecke auslaufen zu lassen. Die landgestützten Einheiten, insbesondere die funkmeßtechnischen Stationen waren derart dezimiert, daß sie teilweise eine überlappende Funkmeßbeobachtung nicht gewährleisten konnten bzw. nur nach einem festgelegten Zeitplan hätten sicherstellen können. Selbst das wäre noch organisierbar gewesen, aber der ungenügende Ausbildungsstand des Personals dieser Beobachtungsstellen reichte in keiner Weise für unsere Ausbildung. Die personellen Einschnitte und die fehlenden praktischen Erfahrungen in der gedeckten Zielzuweisung für die Küstenraketentruppen gewährleisteten nicht mehr die Erfüllung unserer Aufgaben. Obwohl die Instandsetzungsbasen über nahezu unbegrenzte freie Kapazitäten verfügten, Treib- und Schmierstoffe uneingeschränkt zur Verfügung standen, bewegte sich nichts. Kaum eine schwimmende Einheit, ein Truppenteil schon gar nicht, lief zur Ausbildung aus. In der Volksmarine gab es zu dieser Zeit nur noch einen ganz normalen Tagesdienst unter Garnisonsbedingungen.

Deshalb entschlossen wir uns, alle in diesem Zusammenhang stehenden Ausbildungsmaßnahmen ersatzlos zu streichen. Wir wären die letzten in der Volksmarine gewesen, die auf Truppenteilebene unter diesen komplizierten Bedingungen eine geordnete und annähernd effiziente Ausbildung durchgeführt hätten. Ich informierte Vizeadmiral Born über meinen Entschluss, die Ausbildung einzustellen. Er nahm ihn zur Kenntnis, ihm blieb nichts weiter übrig.

Der Stellvertreter für Ausbildung stornierte den gesamten Ausbildungsplan bei der Abteilung Ausbildung im KVM, auch ohne nur den geringsten Widerspruch zu spüren. Die gesamte Flotte und auch die NVA standen wie unter Hypnose, auch die vorgesetzte Seite erweckte sie nicht. In der Truppe saß die Enttäuschung sehr tief über diesen Zustand und über die Rolle der alten sowie neuen Regierung.

Die Auflösung beginnt

Der Tag der deutschen Einheit stand fest, die Vorstellung von einer eigenen Armee in Ostdeutschland zerplatzte damit wie eine Seifenblase. Auch die Küstenraketentruppen der Volksmarine existierten nur noch auf Abruf. Wir entschlossen uns, alles zu unternehmen, um uns würdevoll und angemessen von unserer Waffengattung zu verabschieden. Diesen Vorsatz hielten wir bis zum Verlassen der letzten Technikeinheit, bis zur Entlassung des letzten Soldaten aus dem Regiment durch.

Der Stellvertreter für Ausbildung, Fregattenkapitän Roesner, äußerte eine Idee. Wenn wir schon kein Feldlager im herkömmlichen Sinne zur Erhöhung der Kampfkraft und Gefechtsbereitschaft durchführen, dann lasst uns doch eine Ausbildungsmaßnahme unter dem Motto »Der letzte Raketenschlag« für uns selbst organisieren. Begeistert stimmten alle zu. Ich beauftragte den Stabschef und Stellvertreter für Ausbildung, geeignete Maßnahmen in Absprache mit allen Angehörigen des Regiments und des KVM zu einzuleiten.

Ein zweiter Vorschlag kam von dem neuen Leiter der Arbeitsgruppe für staatsbürgerliche Ausbildung, Korvettenkapitän Löffler. Er betraf unser Traditionskabinett, die Politmaterialien und die nicht kleine Truppenbibliothek. Wir entschlossen uns, das gerade renovierte und neu eingerichtete Traditionskabinett aufzulösen. Dieses kleine Museum dokumentierte die Entwicklung des Regiments von den früheren Küstenraketenruppen aus den sechziger Jahren und berichtete über Leben und Wirken des Truppenteils. Es gab eine Chronologie mit allen wichtigen Eckdaten und Fotos. Auch alle Geschenke, die der Truppenteil in über zehn Jahren seiner Existenz von den unterschiedlichen Repräsentanten und Vorgesetzten, Freunden und Waffenbrüdern erhalten hatte, einschließlich der Auszeichnung als »Bester Truppenteil« waren dort ausgestellt. Alle Erinnerungen an harte Arbeit, an erfolgreich bestandene Bewährungsproben.

Wer die größte Bindung zu und die meisten Verdienste in diesem Truppenteil besaß, bekam Erinnerungsstücke. Ich überreichte zu entsprechenden Anlässen in den darauffolgenden Wochen alle im Kabinett angesammelten Stücke. Viele freuten sich sehr darüber und verstanden zugleich, daß damit der Auflösungsprozess begann.

Alle im Küstenraketenregiment vorhandenen Politmittel, nicht nur DDR-Fahnen, Fotos, politische Werbe- und Agitationsmaterialien, sondern Musikinstrumente, Film- und Fotoausrüstungen, Spiele und Sportmaterialien wollten wir nicht einfach verschenken, sondern für ein geringes Entgelt verkaufen. Mit einer Ausnahme. Einem Heim für behinderte Kinder in Graal-Müritz überreichten wir neuwertige Spiele. Mit viel Freude kam die kleine Delegation aus dem benachbarten Kinderheim zurück. Selbst das in Eigeninitiative errichtete Gerätelager auf dem Fußballplatz, eine DDR-Standard-Gartenlaube, verkauften wir nebst Sportgeräten.

Ich erwarb neben einigen Andenken ein gut erhaltenes »Weltklang«-Saxophon sowie ein mit einer kleinen Beule versehenes »Weltmeister«-Akkordeon. Auch den im Regiment selbstgedrehten 8-mm-Film über den vorletzten Raketenschießabschnitt erstand ich auf einer Auktion. Mehrere Videokopien davon fanden auch Abnehmer.

Aus der Bibliothek mit einem Bestand von mehreren tausend Büchern entnahm ich guterhaltene Exemplare und verschenkte sie an Armeeangehörige, die den Truppenteil verließen. Ich selbst nahm mir die gesammelten Werke von Karl Marx und Friedrich Engels mit. Denn wo diese Bände irgendwann landeten, war mir von Anfang an klar. Die restlichen Bücher endeten wohl in einem Müllcontainer.

Das eingezahlte Geld kam in eine gemeinsame Kasse, die meine Sekretärin verwaltete. Wie gut wir mit dieser Kasse beraten waren, stellte sich nach dem 3. Oktober 1990 heraus.

Untaugliche Alternative

Die in der Gesellschaft verbreitete Euphorie, marktwirtschaftlich zu denken und das Geschäft in eigene Hände zu nehmen, machte auch vor den Toren unseres Regiments nicht halt. Es gab eine Reihe origineller und anspruchsvoller Vorschläge. Man stellte sich beispielsweise vor, das gesamte militärische Gerät wäre aus Schwarzenpfost entfernt. Das Objekt firmiere unter einer Dienstleistungs- und Service Gesellschaft »Rostocker Heide« inklusive Hotel, Restaurant, Sauna, Fitness- und Sonnenstudio und Autowerkstätten, Abschlepp- und Reparaturdienst, Lagerhallen für den Handel oder die Landwirtschaft, medizinische und stomatologische Betreuung für das gesamte Gebiet der Rostocker Heide. Obwohl uns diese Gedanken bis hinein in das Jahr 1991 nicht losließen, erkannten wir recht schnell, daß unser Objekt einfach zu groß war, um es auch nur ansatzweise kostengünstig zu bewirtschaften. Die gesamte Marktsituation auf dem Dienstleistungssektor erschien uns verführerisch günstig, war uns aber im Grunde genommen recht unbekannt, von Eigentumsfragen ganz zu schweigen. Auch der Gedanke, ein Asylantenheim in einem Teil des Objektes einzurichten, kam auf. Zu diesem Zeitpunkt erschienen die neuen Vertreter der Kommune Rövershagen, die sich gern ein Bild über unser Objekt verschaffen wollten. Die Kommune trennte sich bei der Größenordnung dieses Objektes schnell von ihren Vorstellungen und wollte abwarteten, was die Bundeswehr mit diesem Objekt vorhat. Die legte mehr Wert auf eine günstige Anbindung an die wirtschaftliche Infrastruktur, als es beispielsweise die NVA getan hatte, die aus rein militärischer Sicht der operativ-taktischen Entfaltung oder der Geheimhaltung, sowie des Schutzes, der Sicherung und auch der Verteidigung entschied. In Standorten wie Eggesin oder Dranske sagten sich die Füchse wirklich gute Nacht. Natürlich schnitt ein Standort wie Hohe Düne in Warnemünde, direkt an der offenen See gelegen, für die zivile oder auch militärische Weiterverwendung entschieden günstiger ab als das Küstenraketenregiment-18 inmitten der Rostocker Heide. So kam es dann später auch.

Die Schnellbootsgeschwader der Bundesmarine verlegten in die ehemalige Marinebasis der 4. Flottille. Kein Mensch der Bundesmarineführung dachte daran, Truppen auf den Bug bei Dranske zu stationieren. Ich glaube, die betroffenen Offiziere wären in ihren ersten Streik getreten, wenn die Bundeswehrführung anders entschieden hätte.

Die Ereignisse konnten wir damals nicht voraussehen und hielten uns an diesem oder jenem Strohhalm fest. Besonders für viele Zivilbeschäftigte bedeutete die endgültige Standortverteilung der Bundeswehr im Raum Rostock die berufliche Rettung.

Durch die gemeinsame und offene, von jeglichen Hoffnungen noch nicht losgelöste Besprechung war es mir anschließend leichter ums Herz, obwohl jede Regung in dieser Richtung mir seelische Schmerzen bereitete. Ich konnte meinen Leuten in die Augen schauen. Das half mir, viele ähnlich gelagerte Probleme zu lösen.

Auf der Suche nach Arbeit

Es dauerte gar nicht lange, da bekam ich Meldungen aus den Küstenraketenabteilungen und aus anderen Einheiten, daß dieser oder jener Berufssoldat wünschte, das Regiment zu verlassen. Keinem machte ich auch nur andeutungsweise irgendwelche Schwierigkeiten. Denn mir war es nun egal, ob die Gefechtsbereitschaft mit 80 oder 55 Prozent gehalten werden konnte. Es interessierte sowieso keinen mehr. Alle, die schon jetzt einen guten Job im zivilen Leben bekamen, verschafften sich enorme Vorteile gegenüber den anderen. Es ging um die Existenz. Einen Berufsförderungsdienst (BFD), Umschulungen und andere Berufsangebote gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Es verließen uns nicht nur Unteroffiziere, auch Offiziere stellten den Antrag auf Entlassung. Das Arbeitsvermittlungsbüro im ehemaligen Kommando der Volksmarine entstand erst Ende 1990/Anfang 1991. Besonders jene hatten eine Chance, relativ schnell einen guten und sicheren neuen Job zu bekommen, die in der Armee zivilrelevante Berufe ausübten. Mein Stellvertreter für Technik, Fregattenkapitän Jürgen Galda, fand als Kfz-Spezialist und vor allem als Praktiker in dieser Branche schnell bei der DEKRA als Sachverständiger eine Anstellung. Er verließ uns im September, nahm aber noch an unserer geplanten Verabschiedung teil. Immer wenn ich ihn traf, sagte er mit Gorbatschow:»Verlasst die Armee, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.«

Auch der Oberoffizier für Finanzökonomie, Kapitänleutnant Frank Kretzschmann, kam zu mir und teilte mir seine Entscheidung mit, das Regiment Ende August zu verlassen. Der studierte Finanzökonom kam erst nach seiner Ausbildung zur Marine. Heute ist er Abteilungsleiter einer nicht kleinen Bank in Rostock. Frank Kretzschmann war bis zu seinem Abschied ein guter Berater in dieser komplizierten Zeit für das Regiment. Er betrieb eine vorausschauende Finanzpolitik und verletzte dabei keine militärischen oder andere Bestimmungen. Auch ihm fiel es schwer, den Truppendienst mehr oder weniger über Nacht zu quittieren.

Seine Verabschiedungsfeier fand im Erholungsgebiet der Volksmarine auf dem Darßer Ort statt. Die Führung des Küstenraketenregiments-18 saß in gewohnter und kameradschaftlicher Runde, aber die Stimmung von früher kam nicht mehr auf. Trotzdem wünschte ich mir an diesem warmen Sommerabend, alle meine Unterstellten so würdevoll wie ihn zu verabschieden. Diesen Wunsch konnte ich ab dem 3. Oktober nicht mehr verwirklichen.

Langsam und stetig setzte sich das Personalkarusell in Bewegung und es drehte sich bis zum Jahresende immer schneller, die Herzlichkeit beim Absprung wurde immer formaler und später gehörte der Abschied zum Alltag. Meist blieb es bei einem kräftigen Händedruck und den Worten: »Bleib gesund, mach’s gut. «

Die Parole lautete: Solange wie nötig bleiben, die besten Angebote gründlich prüfen, das Risiko weitestgehend minimieren, aber auch gefühlsmäßig die Gelegenheit beim Schopfe packen und den Sprung wagen; aber nicht allzu lange warten.

Über die mit der personellen Auflösung der Streitkräfte verbundene Änderung der öffentlichen Wertschätzung der Offiziere vor und nach dem 3. Oktober 1990 sprach damals fast niemand in der Öffentlichkeit. Wer wollte denn schon Mitgefühl für eines der Machtinstrumente des SED-Staates zeigen bzw. sich im Interesse der Soldaten positiv und motivierend äußern? Selbst wenn Eppelmann sehr schnell die Tragweite des Gesamtproblems NVA, die letztlich diametral seiner ureigensten Lebensvision gegenüberstand, überblickt und in seinen Auftritten, Reden und bei Gesprächen dies auch ehrlich zum Ausdruck gebracht hätte, waren ihm doch die Hände mehr oder weniger gebunden. Nach der Vereinigung lief sowieso alles nach anderen Gesetzen.

In seinen später erschienenen Büchern bestätigte Eppelmann seine von mir damals empfundene Haltung gegenüber der NVA. Er betrachtete die DDR-Armee als reformfähig; nach seinen Vorstellungen wäre die NVA, zwar sehr stark reduziert, Bestandteil des beigetretenen Deutschlands geblieben.

Erst als viel später die Kalikumpel von Bischofferode mit großem PR-Aufwand ums Überleben kämpften, ihren Betrieb besetzten und in den Hungerstreik traten, erinnerte ich mich an jene für das Küstenraketenregiment genauso bedeutsamen Tage. Und das war noch viele Wochen vor der Vereinigung Deutschlands, als sich die Menschen vor Überfreude förmlich in den Armen lagen und an eine euphorische wirtschaftliche Prognose für Gesamtdeutschland glaubten, und die beiden deutschen Regierungen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges die größten Abrüstungsvorschläge in der Geschichte Europas zu Papier brachten. Gemeint ist, neben dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte vom Territorium der DDR, die Abrüstung der NVA.

Ging es damals um die NVA, dann listete man in den Berichten in erster Linie die Massen von Waffen auf und verwies auf die angeblich nicht zu beseitigenden Umweltlasten. Militärische Analytiker und Journalisten suchten in Archiven nach teuflischen Angriffsplänen, sensationellen Waffenprojekten und nach Beweisen für den Waffenhandel mit terroristischen Organisationen. Beweisen wollten sie die allgemeine Kriegsvorbereitung der NVA und des Warschauer Paktes gegenüber der ausschließlich friedenstragenden Bundeswehr und NATO. In diesem geistigen Umfeld interessierte sich weder die DDR-Bevölkerung noch die DDR-Regierung für die Belange, Probleme und Sorgen ihrer Soldaten.

Der letzte Raketenschlag

Am 10. September wurden die Küstenraketentruppen inoffiziell aus dem Bestand der Volksmarine verabschiedet. Veranstalter und Gäste waren wir hauptsächlich selber, aber wir versäumten nicht, alle ehemaligen Kommandeure und Angehörigen des Regiments einzuladen, die große Verdienste beim Aufbau und im Truppenleben erworben hatten – Fregattenkapitän d. R. Kurt Stippkugel, Kapitän zur See Lothar Schmidt, Kapitän zur See Dr. Joachim Dix, Fregattenkapitän Wolfgang Schädlich und natürlich alle Berufssoldaten und Zivilbeschäftigten des Regiments. Es sollte in erster Linie ein Tag für die im KRR-18 längerdienenden Soldaten und Zivilbeschäftigten sein.

In unmittelbarer Nähe des Stammobjektes wollten wir  letztmalig einen Raketenschlag mit allen zehn Startrampen zeigen. Obwohl diese Übung nicht wie gewohnt mit einem Gefechtsalarm begann, saß bei den Stammbesatzungen der 1. KRA und den neu ausgebildeten Berufssoldaten der 2. KRA jeder Handgriff. Die Kolonne stand abmarschbereit. Trotz alledem hatten wir es geschafft, nicht nur die acht Startrampen gefechtsbereit zu halten, sondern auch die zwei neuen Startrampen zusätzlich in den Bestand aufzunehmen, sie mit fachfremden Berufssoldaten zu besetzen und erfolgreich auszubilden.

Ich verabschiedete die Soldaten zur Erfüllung ihrer letzten Aufgabe. Die ungefähr fünfzig Unteroffiziere, Fähnriche und Offiziere bildeten den eisernen Kern des Regiments. Ich belehrte die Jungs kurz und bündig, keinen Unfug zu treiben, vor allem in Zusammenhang mit Alkohol, und verlas den  Marschbefehl.

Am frühen Vormittag rollten alle Startrampen über den Bahnübergang in Richtung Rövershagen. Von Bord her wusste ich, wie sich die Raketenschnellboote in einen Dieselnebel einhüllten, wenn sie aus dem Päckchen ablegten, und ein Schiff nach dem anderen zur offenen See strebte. So empfand ich den nicht weniger starken Abgasqualm der noch nicht warmgelaufenen Motoren der Startrampen über der F 105.

Mit einer kurzen Grußerweisung verabschiedete ich diese Kolonne. Alle Angehörigen des Regiments, außer den Diensten und einigen Angestellten der Küche, waren auf dem Truppenübungsplatz. Als ich eintraf, informierten mich Stabschef und Ausbilder über die laufenden Maßnahmen, anschließend planten und präzisierten wir den Ablauf.

Bei der Begrüßung der Gäste fiel mir gleich ein Herr mittleren Alters in einem Trenchcoat auf, den ich zuvor noch nie gesehen hatte. Unter den Zivilisten erkannte ich den ehemaligen Kommandeur Kurt Stippkugel, die fast komplette Mannschaft der Zivilbeschäftigten sowie Mitarbeiter des Armeefilmstudios, die wir über das Kommando Volksmarine gebeten hatten, diese Veranstaltung in Bild und Ton für die Archive der Marine und Armee festzuhalten.

Es dauerte nicht lange und der mir unbekannte Herr kam zu mir und stellte sich als Peter-Michael von Maydell von der »Bild«-Zeitung vor. Durch wen er informiert wurde, hier in einem Noch-Sperrgebiet der NVA mit seinem Fotografen aufzutauchen, bleibt mir bis zum heutigen Tag ein Rätsel. Ich informierte ihn über die Zukunft der Soldaten und des Regiments und er bat mich um meine schriftlich vorliegende Abschiedsrede. Ich halte nichts von der »Bild«-Zeitung und hatte da meine Zweifel an dem Vorhaben von Herrn von Maydell, über uns zu berichten.

Ich täuschte mich nicht. Am 12. September 1990 erschien in der Ausgabe für Mecklenburg-Vorpommern auf der letzten Seite ein Foto mit der Überschrift »Zapfenstreich für hundert Millionen«. Dann folgten vier Sätze. Wieviel Falschaussagen man in wenigen Zeilen machen kann, habe ich selbst unter der schönfärberischen und zensierten SED-Propaganda nicht erlebt. Doch schon zu dieser Zeit hatten wir gelernt, über so etwas zu lächeln und die Sache zu den Akten zu legen.

»Rostock. Letzter Aufmarsch für Honeckers Lieblingsregiment. Auf dem hermetisch abgeschirmten Panzerschießplatz Wiethagen bei Rostock rollten elf selbstfahrende SS-21-Startrampen auf, präpariert für Nuklear-Sprengköpfe.

Ein Offizier des Raketenküstenregiments-18 der Volksmarine: ›Über 100 Millionen sind sie wert. Alles für unsere Freunde, die Sowjets und wir kriegen keinen Pfennig, sind am 30. 9. arbeitslos.‹ Die Offiziere sind hochqualifizierte Elektronikspezialisten, Diplom-Ingenieure, in der Sowjetunion geschult. Der Kommandeur Fregattenkapitän Goedde: ›Wir müssen uns einen Zivilberuf suchen.‹«

Der Ort Rostock stimmt. Aber wenn Honecker uns überhaupt gekannt haben sollte, seine Lieblingstruppe waren wir gewiss nicht. Und wenn der Übungsplatz, der mit seinen zwei Quadratkilometern niemals ein Panzerschießplatz hätte sein können, hermetisch abgeriegelt gewesen wäre, dann hätte dieser mutige Reporter uneingeladen niemals dort auftauchen können. Statt elf Startrampen waren auch nur zehn da. Nun zum Thema: SS-21-Startrampen und nukleare Sprengköpfe. Es ist möglich, daß auch bei den Styx und deren Nachfolgetypen, die wir im Bestand hatten, solche technischen und einsatzkonzeptionellen Varianten von dem Hersteller erörtert worden waren. Es gab aber nie Gespräche, geschweige Kriegsspiele oder Übungen in der Volksmarine, die den Einsatz von Massenvernichtungswaffen mittels taktischer Seezielraketen in Betracht zogen. Das NATO-Hauptquartier hätte Kopf gestanden, Wiener Abrüstungsgespräche wären ins Stocken geraten, wenn sie »Bild« geglaubt hätten. Das mit den 100 Millionen könnte fast stimmen und bezieht sich ausschließlich auf den Wert der zehn Startrampen. Es kursierten damals viele Gerüchte, auch dieses, daß die Technik des Küstenraketenregiments an die damalige Sowjetunion zurückgegeben werden sollte.

Und natürlich gab es nicht nur Elektroniker, ein paar andere Spezialisten gab es auch noch. Aber die Richtung stimmte zumindest in diesem Satz.

Die Bildunterschrift war nun völlig falsch: »Sowjetische Kettenfahrzeuge mit ausgefahrenen Raketenrampen bei der letzten Übung.« Unsere Fahrzeuge rollten auf Rädern, und das sah man sogar auf dem Bild.

Doch was passierte nun wirklich auf unserer Abschiedsübung?

Der Stabschef, Fregattenkapitän Brennecke, ließ die Truppe vor den zehn aufgefahrenen Startrampen antreten. Die Gäste bat ich, vor der Truppe Aufstellung zu nehmen, das Armeefilmstudio filmte von allen Seiten.

Als ich die Truppe und unsere Gäste anlässlich unserer letzten Ausbildungsstunde offiziell begrüßte, sah ich bei den meisten Offizieren, Fähnrichen und Unteroffizieren weiße Hemden mit schwarzen Schlipsen. An der linken Brusttasche trugen sie Aufnäher. Fregattenkapitän Domigalle hatte diese vor einigen Wochen sticken lassen. Sie stellten eine goldene Startrampe auf blauem Untergrund dar. Das Zeichen für unsere Waffengattung. Es sah sehr schön aus. Warum hatte man früher auf so etwas nicht mehr geachtet? Ich spürte den Zusammenhalt der Truppe. Alle wollten mit dieser Kleidung ihre Haltung zum Ausdruck bringen.

Mir wurde in diesem Moment klar, daß wir alles abbauen mussten, was diese Truppe und die anwesenden ehemaligen Kommandeure mit viel Schweiß aufgebaut hatten. Dabei sollte ich noch Hoffnung und Optimismus ausstrahlen. Da ich wusste, daß es hier um mehr ging als nur um eine Übungsstunde, hatte ich meine Rede auf einem kleinen Handzettel vorbereitet.

» Meine Damen und Herren! Werte Gäste!

Heute ist ein historisch bedeutsamer Tag für die Volksmarine.

Zum letzten Mal befinden sich die Soldaten des Küstenraketenregiments 18 mit ihrer Technik im Felde. Diese Tatsache stellte bis zum heutigen Tag ein gewohntes Bild im Leben der Küstenraketentruppen der Volksmarine dar, es gehörte zum Leben des Truppenteils.

Das Wichtigste bei allen unseren Aktivitäten waren und sind unsere Menschen. Ob Kommandeur oder Kraftfahrer, Funker oder Koch, alle haben stets ihr Bestes gegeben und haben dazu beigetragen, daß wir bis zur heutigen Zeit ein stabiles, eng zusammengeschweißtes Kampfkollektiv waren und sind.

Die Wende in der DDR, die sich anbahnenden Veränderungen in der gesamten militärpolitischen Situation in Europa und in der Welt sowie der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland mit allen seinen Konsequenzen geben diesem Küstenraketenregiment der Volksmarine keine Chance.

Auch die durch uns praktizierte Loyalität gegenüber Staat und Regierung stellt kein Heilmittel dar.

Ein total neuer Lebensabschnitt tritt besonders für unsere Berufssoldaten und Zivilbeschäftigten ein. Ein abrupter Abbruch, das Herausreißen aus einem mit vielen Entbehrungen lieb gewonnenen militärischen Leben. Das Suchen nach neuen, vorrangig zivilen Arbeitsfeldern bestimmt heute und morgen unser Leben. Trotz des tragikhaften Beigeschmackes unseres Schicksals möchte ich Optimismus verbreiten und besonders Ihnen, liebe Unterstellte, wünschen, daß es Ihnen schnell gelingt, sich durch das neue Leben zu schlagen. Unsere gute fachliche Ausbildung und unsere gute menschliche Erziehung, das relativ junge Alter und unsere Zuversicht für eine bessere Zukunft sind gute Paten, das Quentchen Glück dabei soll nicht vergessen werden.

Liebe Soldaten! Meine Damen und Herren!

Ich, der letzte Regimentskommandeur der Küstenraketentruppen der Volksmarine möchte mich an dieser Stelle beim Chef der Volksmarine für sein Vertrauen in meine Person, für die ständige Unterstützung und das Verständnis, aber auch für seine Bemühungen mit seinem Führungsorgan, uns in eine vereinte Flotte Deutschlands einzubringen, danken.

Den ehemaligen Kommandeuren Fregattenkapitän der Reserve Kurt Stippkugel, Kapitän zur See  Lothar Schmidt, Kapitän zur See Dr. Joachim Dix möchte ich danken für die vielen Anstrengungen beim Aufbau dieser Waffengattung, bei der Indienststellung des Truppenteils, bei der Lösung der vielfältigen militärischen Aufgaben im DHS, bei Übungen, Inspektionen und Raketenschießabschnitten. Unser besonderer Dank gilt auch dem ehemaligen Stabschef, Fregattenkapitän Schädlich, der als unser Ehrengast extra aus Berlin zu uns gekommen ist und das praktiziert, worüber ich spreche, den Stolz zur Truppe, die Bindung zu den Menschen.

Tiefe Empfindungen möchte ich auch jenen Angehörigen des Regiments entgegenbringen, die wie Stabsoberfähnrich Lehmann, Stabsoberfähnrich Breitmoser, Korvettenkapitän Herfter, Korvettenkapitän d.R. Eckert, Korvettenkapitän Hösel, Fregattenkapitän Brennecke, Korvettenkapitän Flemming, Korvettenkapitän Herms, Stabsoberfähnrich Neumann, Stabsfähnrich Höne, Stabsobermeister Ecke, Stabsobermeister Lebert, die Zivilbeschäftigten Thomas, Dinse, Reiß, Düwel, Peters, Berger, Alex und Hausschild, die ich hier nur stellvertretend für viele nennen möchte, die von der Pike auf das Bild des Truppenteils geformt und mit vervollkommnet haben. Ich möchte mich bedanken bei meinen Stellvertretern und unterstellten Kommandeuren für unsere wirklich echte, kameradschaftliche Zusammenarbeit in dieser komplizierten Zeit. Den Zivilbeschäftigten unseres Regimentes gilt ebenso an dieser Stelle Dank und Anerkennung. Durch ihre Arbeit, deren Palette sich von der medizinischen Betreuung, über das immer schmackhafte Essen bis hin zur Telefonvermittlung erstreckte, wurden erst Voraussetzungen geschaffen, damit ein echtes Funktionieren des Truppenteils möglich wurde. Und besonders der Truppe, die letztendlich die Befehle umgesetzt hat, gilt mein uneingeschränkter Dank. Besonders den Matrosen und Unteroffizieren, die ihre Wehrpflicht und ihren Dienst auf Zeit ableisten, wünsche ich in der vereinten deutschen Flotte viel Erfolg, Gesundheit und Wohlergehen. «

Ich schaute in die Gesichter der Soldaten. Bei vielen schien es mir, daß ihre Gedanken sehr weit weg waren: Was wird aus meinem persönlichen Schicksal? Werde ich den Sprung schaffen? Andere dachten möglicherweise daran, wie beschämend es ist, daß sich keine gesellschaftliche Kraft nach dem Sturz der SED berufen fühlte, sich zu den Soldaten der DDR zu bekennen. Wofür, werden sich einige gefragt haben, habe ich mich einen großen Teil meines Lebens eingesetzt, Entbehrungen auf mich genommen, als es anderen materiell wesentlich besser ergangen ist als mir?

Vor mir standen Soldaten, denen es ganz und gar nicht gleichgültig war, ins Ungewisse zu gehen. Wie ich blickten sie wohl zurück, ließen Erfolge und Niederlagen im Zeitraffer an sich vorüberziehen. Paradox für so manchen: Der Staat, dem sie dienten, lag am Boden, aber sie waren stolz auf das, was sie erreicht hatten. Auch in den Gesichtern der Zivilbeschäftigten las ich Ähnliches.

Hätten wir damals voraussehen können, was uns erwartete, hätte sich die Masse der Soldaten auf der Stelle verabschiedet und wäre gegangen.

Nach meiner kurzen Rede gab der Stabschef den Befehl zum Aufsitzen. Zehn Startrampen, besetzt mit exzellenten Könnern ihres Faches, viele von ihnen im weißen Hemd und Krawatte, rollten in die Startstellung. Taktisch gesehen gibt es so etwas nicht, daß auf so einem beschränkten, kleinen Raum zehn Startrampen einen Raketenangriff durchführen. Aber an diesem Tag übten wir nicht gefechtsnah. Wir wollten uns selbst noch einmal beweisen, daß wir gut waren und daß die Technik zuverlässig war. Es war unser Abschied.

Die Startrampen kamen von ihrem letzten Raketenangriff zurück. Die Tür der ersten Startrampe ging auf, und der erste Kommandeur des Regiments fuhr eine Ehrenrunde auf dem Truppenübungsplatz. Der zweite Kommandeur, Kapitän zur See Schmidt, setzte sich auch ans Steuer.

Kapitän zur See Dix, Fregattenkapitän Schädlich eiferten ihm nach und jagten die Startrampen nicht zimperlich durch die Gegend. Mit dem Fahrschullehrer im Rücken probierten nun einige Frauen und Männer, mit den großen Maschinen durchs Gelände zu preschen. Wenige Monate früher oder später wäre so etwas nicht möglich gewesen. Das Fest begann. In einem 25 Meter langen Zelt, in dem eigentlich mehrere Raketen für den Verschuß unter feldmäßigen Bedingungen vorbereitet wurden, stand nun eine ebenso lange, weißgedeckte Tafel. Der letzte Tagesordnungspunkt sah vor, daß wir die Geschichte des KRR-18 als eine Art Revue passieren lassen wollten. Jeder der ehemaligen Kommandeure sprach und erzählte von den guten und schweren Zeiten seiner Regentschaft.

Danach begannen die Gespräche an der langen Tafel. Einige redeten sich ihre Sorgen von der Seele, andere schwiegen und hörten einfach zu. Alle spürten den inneren Zusammenhalt der Truppe, die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Da alle Redner diesem Thema besondere Aufmerksamkeit gewidmet hatten, und kein Angehöriger daran zweifelte, daß es in Zukunft nicht mehr so sein werde, erkannten wir eine Tugend, die wir früher zu selbstverständlich fanden, als daß wir darüber geredet hätten. Wir fühlten uns an diesem Abend wahrscheinlich ein letztes Mal in Uniform glücklich.

Zu vorgerückter Stunde, wir hatten schon alle etwas getrunken, kam es zu einem Zwischenfall. Ein Berufsunteroffizier wollte nicht begreifen, weshalb alles umsonst gewesen sein sollte. Er war nicht nur Turbinenspezialist und Elektromechanikermeister, sondern fuhr auch eine mobile Instandsetzungswerkstatt, die er jahrelang gepflegt, gewartet und einsatzbereit gehalten hat. Jetzt nahm er einen Stein und schlug die Scheibe an der Beifahrerseite ein. Tränen und Trauer gab es doch noch bei vielen. Nachdem sich die große Runde aufgelöst hatte, zogen sich die Soldaten in ihre Einheiten zurück. Die meisten zündeten ein kleines Lagerfeuer an.

Am nächsten Morgen rollte die Kolonne aus dem Waldstück der Rostocker Heide auf die Straße Graal-Müritz nach Rövershagen. Ich saß im UAZ-483, einem Geländejeep, und beobachtete wie die Startrampen sich zur Marschformation ordneten. Nach Hinrichshagen, in einer über fast zwei Kilometer langgestreckten Linkskurve, drehte ich mich um, eigentlich eine typische Bewegung eines jeden Kolonnenführers, um zu kontrollieren, ob sich die Kolonne vorschriftsmäßig aufgefädelt hat. Ich sah die Kolonne von zehn Startrampen hinter mir. Hinter mir befand sich auch ein wichtiger Teil meines Lebens. Als ich mich wieder umwandte und meinem Kraftfahrer signalisierte, daß die Marschgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer erreicht war, nahm ich mir vor, ab jetzt nie wieder rückwärts zu blicken, sondern mein Schicksal im Vorwärtsgang herauszufordern.

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