5. Regimentstreffen 2018

5. Treffen der Küstenraketentruppen
Die „Paul“, unser nun schon bekanntes Angelschiff aus Neustadt/OH stampft durch die Lübecker Bucht auf der Suche nach einem mehr oder weniger ruhigen Angelplatz. Achtern, unter Deck sitzt derweil unsere altbekannte „Dresdner Gilde“ rund um eine große Back und Gödde wirft die Frage auf: “Was haltet Ihr davon, im nächsten Jahr wieder ein großes Treffen in Bentwisch bei Rostock einzuberufen?“ Verhaltenes Schweigen. Frank Heuer ergreift als Erster das Wort und sagt: “Warum erst nächstes Jahr, lasst uns doch dieses Jahr ein Treffen organisieren. Jetzt ist Ende Februar, Zeit genug. Aber …“,unterbricht er seine Ausführungen, holt Luft und ergänzt seinen Satz:“…wir sollten es dann für ein letztes Mal machen, was ist Eure Meinung? Es sind dann drei Jahrzehnte vergangen und ich habe das Gefühl, dass dafür bei vielen von uns die Luft auch raus ist.“ Andere beteiligen sich am losgetretenen Disput: “Ich würde auch kommen, wenn nur wir in dieser Runde wieder zusammen kommen sollten, diese Treffen möchte ich nicht missen, das muss sein,“ bemerkte Torsten Winkler. Gödde schaut in den Kalender seines Smart-Phone und schlägt den 27. Oktober 2018 vor, um es gleich konkret zu fassen. So entstand nun zum fünften Mal das Ansinnen wieder ein Treffen im größeren Kreise für die Angehörigen des KRR-18 mit Partnern/-innen zu organisieren. Ort und Zeit standen nun fest. Er erklärte sich bereit die Einladung dazu zu verfassen und Thomas Kuplin, unserer Webmaster, brauchte nicht groß überzeugt zu werden, seine Gedanken waren schon in Richtung für eine ansprechende Gestaltung im Netz enteilt. Frank blickte zu Ralf und fragte ihn, ob er wie gewohnt mit ihm vor Ort Einladungen und Organisation mit der „Eiche“ – so der frühere Begriff dieser Gaststätte – wieder mitmachen würde. Die Frage war kaum ausgesprochen, Ralf nickte und sagte kurz und bündig im norddeutschen Ton: “Jo!“

Frank Heuer sollte Recht behalten, irgendwie lief alles sehr zäh an. Ist wirklich die Luft raus? Auch ich begann vor allem telefonisch meine ehemaligen Angehörigen kontaktieren, von denen ich die Rufnummer hatte. Auch hier zuerst eine wartende Zusage. Schnell musste ich verstehen, dass wir in der Zeit leben, in der unsere Eltern krank, gebrechlich und hilfsbedürftig geworden sind. Dies ist schon ein Grund, weshalb nicht auf Anhieb eine Zusage erfolgen kann. Aber tatsächlich gab es ein paar Absagen, immerhin ehrlich und offen, die sich wie folgt anhörten: “Irgendwie habe ich keine Bindung mehr dazu oder so ähnlich“. Es waren aber keine massenhaften Absagen in dieser Richtung. In der Vergangenheit hat es solche Aussagen absolut nicht gegeben. Der eine oder andere sagte auch gleich ab, weil ganz einfach der Beruf es nicht zulässt. Einige von uns sind selbständig. Ein Zeichen dafür, dass der Existenzkampf sich weiter verschärft hat. Selbstverständlich hat es keinen Angehörigen von uns gegeben, der offen erklärt hat, das finanzielle Gründe für Fahrt, Aufenthalt und Unkostenbeitrag der maßgebliche Grund gewesen ist nicht am Treffen teilnehmen zu können. Es hat aber vereinzelt Beispiele gegeben, bei dem der eine oder andere finanziell von seinen ehemaligen Kameraden unterstützt wurde. Ein kameradschaftlicher Charakterzug, der ursächlich sicherlich im KRR ausgeprägt wurde. Auch zukünftig braucht sich keiner von uns zu schämen, wenn er sich in einer solchen Situation befinden sollte.

Für die beiden Organisatoren vor Ort ist es immer sehr schwer einen Saal zu blocken für ca. 100 Personen, geschweige von einer konkreten Menüplanung. Es musste viel mit der „Eiche“ telefoniert, zweimal mussten Rücksprachen persönlich vor Ort gehalten werden und selbstverständlich nicht wenige E-Mail´s gingen hin und her. Frank sagte, dass im Gegensatz zu den früheren Absprachen spürbar mehr verhandelt werden musste. Von 25 schriftlichen Einladungen sind 10 zurückgekommen. Adressat unbekannt. Telefon und E-Mail waren die hauptsächlichen Kontaktinstrumente. Aber aller Müh´ hat sich doch gelohnt, letztendlich kamen am 27. Oktober 2018 75 Personen zum Treffen, mehr als wir je angenommen hatten. Und 18:00 Uhr waren die letzten im Festsaal eingetroffen. Gödde, als Mitorganisator eröffnete das Treffen mit einem kleinen Vortrag. Und da Thomas Kuplin im Vorfeld die einzelnen Gedanken in eine ansehnliche Präsentation verwandelt hatte, konnten diese und jene Neuigkeiten anschaulich für jeden mittels Beamer und Leinwand vermittelt werden. Während des Vortrags überreichte Gödde den Kommandeuren, die vor ihm das Regiment führten, je eine Reproduktion des vom Marine- und Militärmaler Lukas Wirp geschaffenen Gemäldes einer SSR in Startstellung. So konnten auch alle anderen einen Blick auf unsere Neuheit werfen. (https://www.kuestenraketen.de/bemerkenswert/lukas-wirp/)

Erstmals ist auch ein Gruppenfoto von allen Angehörigen des Regiments, die zum Fest gekommen sind, aufgenommen wurden. Frank Heuer hat sich die Mühe gemacht alle namentlich zu erfassen, denn der Betrachter des Fotos im Netz wird so manchen, auch mit maximalen Zoom, nur erahnen können.

Der Einfachheit halber erlauben wir uns die Präsentation von Thomas ohne weitere Kommentierung ins Netz zustellen.

Sollte es für Außenstehende Fragen dazu geben, Eintrag ins Gästebuch genügt. Anschließend ging auch je eine Genesungskarte zur Unterschrift durch die Reihen, um Frank Hösel und Carsten Walter alles Gute für eine alsbaldige Genesung zu wünschen. Sie konnten gesundheitsbedingt leider nicht zu unserem Treffen kommen.

Nun nahm das Treffen seinen Lauf, Anstoßen mit einem Glas Sekt oder Hochprozentigem nicht nur auf uns,  die hier anwesend sind, sondern auf unsere gesamte Truppe von Schwarzenpfost, auch die, die nicht mit feiern können. Das Abendbüffet war sehr lecker angerichtet und wie immer, viel zu viel. Dank der Küche und dem Bedienungspersonal an dieser Stelle. Nun begannen die vielen Gespräche untereinander, mal kürzer, mal länger. Sicherlich haben nicht alle es geschafft mit allen ausführlich zu sprechen und die vielen Gedanken auszutauschen, die sich in den letzten fünf Jahren angesammelt haben. Waren auch manche, so wie Bernd Roesner das erste Mal dabei, möge man es somit als Entschuldigung entgegennehmen. Die Musik spielte auf und Paul, der Sohn von F. Heuer, trat als DJ in Aktion und schon waren die Ersten auf der Tanzfläche. Und nun trat langsam aber sicher die Wende ein. Diesmal einen „gute Wende“. Alle drückten aus, dass es sehr schön sei, sich wieder mal gesehen zu haben und man möchte diese Art der Treffen beibehalten, vielleicht sogar in einem 3-Jahresabstand und nicht erst alle 5 Jahre wiederholen. Frank und Ralf nahmen bei dieser freudigen Ausgelassenheit und durchweg von echter Kameradschaft geprägten Feier, während dessen schon der neue Tag angebrochen war, ihre ursprüngliche Einschränkung zurück, dass das nun das letzte Treffen gewesen sei. Die im Gästebuch unserer Homepage eingetragenen Bemerkungen und Danksagungen zu diesem 5. Regimentsfest bezeugen diese Aussage ausdrücklich. Vielen Dank an die Organisatoren, an die Teilnehmer und alle die dazu beigetragen haben, wozu ich auf jeden Fall auch die Ehepartnerinnen und Freunde/-innen unbedingt mit einschließen möchte. In diesem Sinne: Auf ein Neues und bleibt alle gesund.

Frank Heuer ——- Ralf Jedaschko ——- Klaus-Peter Gödde ——- Thomas Kuplin

Einladung 


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