Abschied ohne Wiedersehen

“Eine Elite-Einheit der NVA rüstet ab” Abschied ohne Wiedersehen

Das Raketenschießen der Stoßkräfte3 der Volksmarine (VM) Ende Juli 1989 im Seegebiet um den Brüster Ort4 lag mit vielen, ausschließlich positiven Ergebnissen und einer Fülle von schönen Erlebnissen hinter uns. Den 7. Raketenschießabschnitt für die Küstenraketentruppen (KRT) beendeten wir auch in diesem Jahr erfolgreich mit zwei Volltreffern. Wir verabschiedeten uns für zwei Jahre, so dachten wir damals, von unseren sowjetischen Freunden, den Angehörigen der Marineinfanterie und den Küstenraketentruppen der Baltischen Rotbannerflotte. Ein Jahr sollte das Raketenschießen für das Küstenraketenregiment-18 (KRR-18) auf Grund der Lebensendeplanung der Seezielraketen der Volksmarine ausgesetzt werden, wie auch schon im Jahr 1983 praktiziert. Ein Wiedersehen verabredeten wir im Jahr 1991 und traten über den kurzen Seeweg von Baltijsk (ehemals Pillau) in Landungsschiffen der Baltischen Flotte und der Volksmarine den Heimweg nach Rostock an.

Keiner der Teilnehmer dieses letzten militärischen Höhepunktes der Flottenkräfte und Küstenraketentruppen der Volksmarine ahnte, welche sich überstürzenden politischen Ereignisse über uns hereinbrechen und welche radikalen Veränderungen sich in unserem Leben von heute auf morgen vollziehen sollten.

3 – Als Stoßkräfte wurden in der VM die aufgabenorientierten Einsatzmittel der Schiffskräfte (kleine Raketenschiffe, Raketen-, Torpedo- u. Artillerieschnellboote), der Marinefliegerkräfte (Marinejagdbomber) und der Küstenraketenkräfte bezeichnet.
4 – Brüster Ort heißt heute Kap Taran. Östlicher Küstenvorsprung der Danziger Bucht, liegt im Gebiet Kaliningrad (ehemals Königsberg).

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